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Jubiläum Berlin

Jubiläum in Zeiten der Pandemie

Am 14. Mai feierten in Berlin im Provinzhaus der Deutschen Provinz sechs Schwestern ihr 60-jähriges bzw. 50-jähriges Ordensjubiläum. Ursprünglich war die Zeremonie für den 18. April des Jahres geplant, musste aber wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Lange Zeit war nicht bekannt, wann die Feier möglich sein würde. Schließlich beschloss die Provinzoberin, Sr. Cordula, das Jubiläum trotz der anhaltenden Pandemie im Mai zu feiern. Dies bedeutete, dass die Zeremonie sehr bescheiden sein würde, im Kloster, abgeschlossen von der Außenwelt. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Bischof der Diözese Berlin, Erzbischof Heiner Koch, versprach, am 14. Mai eine feierliche Messe zu zelebrieren und mit den Schwestern zu feiern. Obwohl die Angehörigen der Jubilarinnen aufgrund der anhaltenden Corona-Krise nicht an der Zeremonie teilnehmen konnten, wurde es ein sehr schönes Fest

Einige der Jubilare erinnern sich an diese Zeit: „Am Anfang waren wir ein wenig traurig, dass niemand von der Generalleitung in Rom oder Besucher von außerhalb an dieser wichtigen Feier teilnehmen konnte. Vor allem tat es uns leid, das Jubiläum ohne unsere Verwandten zu feiern, die immer zu diesen Feiern eingeladen sind. Doch im Nachhinein könenn wir sagen: Es war ein schönes, viel intensiveres Fest, im Kreise der Mitschwestern, mit viel Zeit, Ruhe und Dankbarkeit gegen Gott für die vielen Gnaden, die wir im Laufe unseres Ordenslebens erfahren durften. Bei den bisherigen Jubiläen waren wir immer mit unseren Gästen beschäftigt, waren im Kontakt und Gespräch mit ihnen, Fotos wurden gemacht, Erinnerungen und Neuigkeiten in der Familie ausgetauscht. Diese Dinge sind wichtig und schön, aber das Eigentliche des Festes, die tiefe Dankbarkeit und Freude für die Wegbegleitung Gottes durch die lange Zeit des Ordenslebens, mit all seinen Höhen und Tiefen, kamen oft etwas zu kurz. So aber wurde dieses Fest zu einem geistlichen Ereignis, zur Möglichkeit der tieferen Begegnung mit den Mitschwestern, aber vor allem auch ein Tag des persönlichen Dankes an Gott für die eigene Berufung in der Gewissheit, dass Er weiterhin mit jeder von uns gehen und uns nicht allein lassen wird. In dieser Gewissheit konnten wir voll Freude unsere Ordensgelübde erneuern und den Weg in die Zukunft weiter gehen. 

So können besonders auch Krisenzeiten zu Gnadenzeiten werden.

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