SPIRITUALITÄT

Am 29. November beginnen wir die Novene

Wir sind Marienschwestern und orientieren uns in unserer Spiritualität an ihr.

Wir wollen auf Gott vertrauen und ihm gehorchen, genau wie Maria.

„Es geschehe, wie du mir gesagt hast.“ (Lk 1,38)

Unabhängig von der öffentlichen Meinung, den äußeren Umständen oder ihrer eigenen Lebenssituation vertraute Maria Gott völlig und tat seinen Willen, auch wenn sie menschlich nicht verstand, wohin Gott sie führte.

Unsere Schwester Maria suchte den vollkommenen Gehorsam gegenüber Gott und in grenzenlosen Vertrauen auf Ihn. Sie lernte, Seinen Willen in den alltäglichen Angelegenheiten des Lebens und im Gebet zu suchen und zu erkennen.

Wir wollen beten wie Maria

„Maria aber bewahrte alles, was geschehen war in ihrem Herzen und dachte darüber nach.” (Lk 2,19)

Maria war immer bei Jesus. Sie nahm an seinem Leben teil und dachte über seine Worte und Taten nach und behielt sie in ihrem Herzen.

Unser Gebet im Geiste Mariens besteht darin, dass wir die ganze Zeit bei Jesus bleiben. Nicht nur in der Kapelle, sondern auch in unseren täglichen Aktivitäten. Wir vertiefen unsere Verbindung mit ihm durch die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments, die Meditation und die gemeinsame Betrachtung des Wortes Gottes und dem Rosenkranzgebet.

Wir wollen auf die anderen Menschen achten, auf ihre Schwächen und Bedürfnisse, genau wie Maria

„Und als sie keinen Wein mehr hatten, sprach die Mutter Jesu zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr.“ (Joh 2,3)

Maria steht uns in unseren alltäglichen, gewöhnlichen Angelegenheiten bei. Mit der Zuneigung einer Mutter setzt sie sich auch mit Problemen auseinander, die unwichtig erscheinen und zu Schwierigkeiten führen können. Sie reagiert aber auch, bevor wir merken, dass wir in Schwierigkeiten sind.

Wir lernen von Maria, sensibel für die Bedürfnisse der anderen Menschen zu sein, Probleme zu erkennen, die andere aus Bequemlichkeit nicht bemerken. Wir wollen den Bedürftigen um ihretwillen und im Namen Jesu helfen, ohne im Gegenzug Dankbarkeit oder Anerkennung zu erwarten.

Wir wollen die Schwachen, Kranken und Abgelehnten unterstützen, genau wie Maria

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas und Maria von Magdala. (Joh 19,25)

Die Gottesmutter hat großes, ungerechtes Leiden und den schmerzhaften Tod ihres Sohnes erfahren. Sie weiß, wie sich ein von der Gesellschaft ausgegrenzter, zurückgewiesener Mensch fühlt.

Maria lehrt uns eine Haltung gegenüber den Leidenden und Sterbenden. Sie bleibt bis zum Ende mit ganzem Herzen und unterstützt uns mit einer ruhigen, mitfühlenden Präsenz. Wir versuchen, sie in unseren apostolischen Aufgaben und in unserem täglichen Leben nachzuahmen.

Wir wollen Tag für Tag unser Leben für andere einsetzen und ihnen in Einfachheit dienen, genau wie Maria

„Siehe, ich bin die Magd des Herrn.“ (Lk 1, 38)

Obwohl Maria in ihrem Leben kein großes oder spektakuläres Werk vollbracht hat, hat sie doch eine große Rolle im Erlösungswerk der Menschheit gespielt. Aber sie hat es nicht aus eigener Kraft getan. Ihr einziger Verdienst war ihre Demut und dienende Haltung, und das erlaubte Gott, in ihr zu handeln und durch sie große Dinge zu tun.

In unserem Verhalten und unserer Lebensweise pflegen wir Demut und einen richtig verstandenen Dienst. Einfacher und freudiger Dienst kennzeichnet unsere Spiritualität. Wir haben unser Leben Gott übergeben, genau wie Maria, und er ruft uns auf, es Tag für Tag in seinem Namen unseren Nächsten weiter zu geben.

 

Wir wollen in uns eine Haltung einer liebenden Mutter all denen gegenüber bilden, denen wir dienen, genau wie Maria

„Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn.“ (Joh. 19,26)

Maria ist unsere Mutter, sie ist die Mutter aller Menschen. Wir wenden uns vertrauensvoll an sie, und sie ist unseren Angelegenheiten und Bedürfnissen gegenüber nie gleichgültig.

Da wir Marias mütterliche Liebe persönlich erfahren haben, versuchen wir auch, in unserer Art, Mutter zu sein, die Haltung einer Mutter gegenüber denen, denen wir dienen und mit denen wir leben, auszuprägen. Auf diese Weise wollen wir unsere Berufung zur spirituellen Mutterschaft erfüllen.

Wir bilden unsere marianische Spiritualität, indem wir in einer Ordensgemeinschaft leben, die, gemäß den Konstitutionen, auf der Regel des heiligen Augustinus basiert

„Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter“. (Mk 3, 34-35)

Unser Umfeld für das tägliche Leben und die Ausbildung ist die Ordensgemeinschaft. Hier verwirklichen wir unsere Spiritualität und unser Charisma in erster Linie. Das Leben in einer Gemeinschaft, die auf klar definierten Regeln aufgebaut ist, ist die Grundlage unserer apostolischen Tätigkeit.

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