Donnerstag der 15. Woche im Jahreskreis
Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel
Evangelium: Matthäus 11,28-30 Am Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel erhalten die Worte Jesu eine besondere Zärtlichkeit: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich werde euch Ruhe geben … Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Christus verspricht niemals ein Leben ohne Kreuze, aber er verspricht, dass wir sie niemals allein tragen müssen. Sein Joch ist leicht, weil er es mit uns trägt und uns die Gnade schenkt, die wir jeden Tag brauchen. An diesem Marienfest betrachten wir auch die liebevolle Gegenwart Mariens, die jeden Jünger auf dem Glaubensweg begleitet. So wie eine Mutter neben ihrem Kind hergeht, es ermutigt, tröstet und bei jedem Schritt führt, so geht Maria mit der Kirche und führt uns stets zu ihrem Sohn. Ihre mütterliche Gegenwart ersetzt Christus nicht, sondern hilft uns, ihm nahe zu bleiben, besonders wenn der Weg schwierig wird. Am Fuße des Kreuzes blieb sie treu, und von dort aus vertraute Jesus sie allen seinen Jüngern als ihre Mutter an. Die Verehrung der Muttergottes vom Berge Karmel erinnert uns daran, dass wir auf unserer Pilgerreise niemals verlassen sind. Da Christus das Joch an unserer Seite trägt und Maria uns durch ihre mütterliche Fürsprache begleitet, werden selbst unsere schwersten Lasten leichter, weil sie von der Liebe getragen werden. Der christliche Weg ist daher kein Weg einsamer Ausdauer, sondern ein Weg vertrauensvoller Begleitung durch Jesus und seine Mutter, die uns sanft zu dem Frieden führen, den nur Gott schenken kann.
Don Giorgio
