Siostry Maryi Niepokalanej

Fahrt zu den Zigeunerkindern

Fahrt zu den Zigeunerkindern
vom 25. - 30. April 2026

Wie immer war der Kölner Flitzer bis zum Rand mit Spenden beladen. Nachdem Pater Basilius uns den Reisesegen gegeben hat, konnten Herr Lingenthal und ich starten (592 km). Die Fahrt verlief sehr gut, bei bestem Wetter und ohne Stau. Unser Tagesziel war Neuhaus am Inn und hier sind wir auch gut angekommen…aber dann gab es ein kleines Problem…es standen nicht (obwohl es gebucht war) zwei Zimmer für die Übernachtung zur Verfügung, sondern nur eins…also schlief Herr Lingenthal im Kölner Flitzer. Am Sonntag um 5.30 Uhr ging es weiter in Richtung Österreich…denn um diese Zeit sind die Grenzposten noch nicht besetzt. Es war wieder strahlender Sonnenschein, freie Straßen und wir fuhren bis zum Stift Heiligenkreuz (256 km) zur Heiligen Messe. Gerne wäre ich nach dem Gottesdienst noch in den Klosterladen gegangen - aber wenn man mit Männern unterwegs ist…hat man für so etwas kaum eine Chance…und so war es auch an diesem Sonntag. Wir fuhren vom Stift Heiligenkreuz weiter bis nach Liptovski Mikulas in die Hohe Tatra (376 km). Montag früh ging es dann wieder zeitig weiter mit unserer Fahrt bis Kosice, dem Ort, den Papst Franziskus 2021 besucht hat. Dort wurden wir von unseren Dolmetscher Rado erwartet, um mit uns gemeinsam bei schönstem Sonnenschein ins Caritas Zentrum (65 km) zu fahren. Hier ins Caritaszentrum können die Kinder und auch die Mütter jeden Tag kommen. Sie erhalten genügend Wasser und auch Mahlzeiten.Die Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, werden sozial angeleitet und sehr gut betreut. Nur ca.100 Meter vom Zentrum entfernt leben die Kinder mit ihren Familien. Die Kapelle wurde von den Benediktinern und deren Freundeskreis mitten ins Lager gebaut. Bruder Lukas (+März 2026) hat diese mit seinem Kunsttalent gestaltet. Nach dem Besuch in der Kapelle bekamen dann natürlich auch alle Kinder wieder eine kleine Süßigkeit. Ich habe selten so viel Dreck und Armut gesehen – aber noch nie - wie immer, so viele dankbare Kinder. Leider können die Benediktiner aus Maria Laach aus Altersgründen nicht weiterhin dabei sein. Doch meine Cochemer Wohltäter - denen ich unendlich dankbar bin - und ich, wir wollen weiterhin diese Mission unterstützen, wenn es auch für mich von aus Berlin schwieriger ist. Aber ich denke - es ist im Sinne unseres Stifters, dessen 150. Todestag wir in diesem Jahr gedenken – da werden sich Lösungen finden. Denn was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr für mich getan! Mt.25.40

Schwester Felicitas