„Sie alle blieben im Gebet vereint mit Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“ / Apg 1,12-14/Tauche uns ein, Mutter, in diesen Ruf nach dem Heiligen Geist, der Verheißung des Vaters und Jesu, verbinde unsere Herzen mit deinem, stärke in uns die Ausdauer und lehre uns das Gebet nach deinem Vorbild. „Die wenigen überlieferten Worte des Gebets Mariens sind eine umfassende Schule für uns. „Mir geschehe nach deinem Wort“, antwortet Maria bei der Verkündigung und zeigt damit, dass sie ganz zur Verfügung Gottes steht. Der erste Sinn jeder Form des Gebets, der Meditation oder der Kontemplation ist das Wachsen in der Offenheit, das Zulassen, dass unser Leib und unsere Seele wie der Leib und die Seele Marias sind: ein offenes Gefäß, das das Leben Gottes enthält, oder, negativ ausgedrückt:das Herauswachsen aus sich selbst, aus aller Selbstbezogenheit und Eigenwilligkeit. Wer die Schule des Gebets Mariens besucht, sucht keine spirituellen „Erlebnisse“, will sich nicht mit Hilfe des Gebets „selbst verwirklichen“. Das Einzige, was er sich wünscht, ist, von dem entleert zu werden, was ihm gehört, um Raum für Gott zu schaffen. Wenn wir Maria zur Lehrerin der Kunst des Gebets wählen, öffnen sich unsere Augen leichter für alles, was die Freiheit Gottes behindert und seine Hände fesselt. Wir erkennen besser,. dass wir immer noch uns selbst dienen, anstatt „Diener des Herrn“ zu sein. Beten bedeutet eigentlich immer – bewusst oder unbewusst –, wie Maria zu sein; ja, Maria zu sein.“ / W. Stinissen OCD/ Maria, die mit uns wacht – bitte für uns
Siostry Maryi Niepokalanej
