2. Sonntag in der ordentlichen Zeit
Erste Lesung – Jesaja 49,3.5-6
„Es genügt nicht, dass du mein Knecht bist, dass du die Stämme Jakobs wiederherstellst und die Überlebenden Israels zurückbringst; ich will dich zum Licht der Völker machen, damit mein Heil bis an die Enden der Erde reicht“. Von der Knechtschaft zum Licht. Das ist die Verwandlung, von der wir hier sprechen. Von der Knechtschaft zu den Söhnen und Töchtern. Das ist nicht das, was wir aus uns selbst machen. Das ist es, was der Herr tut. Er, der dich im Schoß deiner Mutter geformt hat, ist derjenige, der diese Verwandlung in mir vollziehen wird. Wir müssen unseren Ruf und unsere Berufung dazu erkennen. Deshalb sagt der Prophet Jesaja: „Ich bin geehrt in den Augen des Herrn, mein Gott ist meine Stärke“. Gott wird zur Kraft unseres Lebens, wir werden vom Knecht zum Licht, vom Diener zum Sohn und zur Tochter. Oft erkennen wir dieses Potenzial in uns nicht. Wir bleiben einfach Diener. Wir werden nie zum Licht. Wir leben in der Finsternis und die Menschen um uns herum ebenfalls in dieser Finsternis. Aber unsere Berufung ist es, Licht zu werden, Licht der Völker. Das hat auch einen bestimmten Zweck: Wir werden Licht, damit wir die Liebe Gottes bis an die Enden der Erde bringen können. Lasst uns darüber nachdenken: Wollen wir von der Knechtschaft zum Licht werden, indem wir Gott zu unserer Stärke machen?