NACHRICHTEN

Seelsorge im Seniorenstift St. Marien, Berlin Kreuzberg

Seit November 2006 bin ich in unserem Seniorenstift in der Seelsorge ehrenamtlich tätig: besuche die Bewohner, bete mit ihnen, auch mit Personen anderen Glaubens, begleite sie im Sterben und auf ihrem letzten Lebensweg, was auch für die Angehörigen wichtig ist. Wenn wir den Termin der Beerdigung erhalten und die Angehörigen es wünschen, nehmen wir an der Beisetzungsfeier teil. Es gibt auch alleinstehende Bewohner, die nur einen Betreuer haben und keine Angehörige oder mit denen keine Kontakte pflegen. Bei solchen Anlässen stehe ich oft mit dem Bestatter allein am Grab und kann mit einem Gebet dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen.

Am Anfang meiner Tätigkeit hatte ich noch andere Möglichkeiten: so konnte ich mit den Bewohnern spielen, singen, ihnen vorlesen und sie in den Garten fahren. Auch kleine Spazierfahrten in die Stadt waren möglich. Seit es in den Einrichtungen mehrere Beschäftigungsassistentinnen/ en gibt, übernehmen diese das Betreuungs- und Beschäftigungsangebot für die Senioren.

Die Gedenktage der Hl. Patrone der vier Wohnbereiche: St. Katharina (29. April), St. Michael (29. Sept.), der Hl. Theresia v: Kinde Jesu (1. Okt.) und St. Lukas (18. Okt.) gestalten wir gemeinsam, in dem wir beten, singen und das Leben der Heiligen betrachten. Anschließend gibt es eine festliche Kaffeetafel.

In der österlichen Bußzeit haben wir mit dem Pfarrer unserer Pfarrgemeinde in unserer Kapelle einen Gottesdienst mit Krankensalbung angeboten, der gut angenommen wurde.

Im Ernstfall und auf Wunsch spendet auch unser Hausgeistlicher den Kranken im Wohnbereich die Krankensalbung.

Im November feiern wir für alle Verstorbenen des letzten Jahres einen Gedenkgottesdienst. Bei dieser Gelegenheit werden die Fotos der Verstorbenen ausgestellt und für jeden eine Kerze angezündet. Somit wird die Erinnerung an ihre verstorbenen Mitbewohner/innen wieder lebendig.

Als Gottesdienstbeauftragte und Kommunionhelferin habe ich die Möglichkeit, besonders jetzt während der Corona Pandemie, die Krankenkommunion den Mitschwestern und Bewohnern/innen zu reichen.

Seit Mitte Dezember haben wir keine hl. Messe mehr im Haus. Wir nehmen aber nach Möglichkeit an den Gottesdiensten in der Pfarrkirche teil.

 

Schw. M. Priska

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