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Reliquien der heiligen Therese von Lisieux

„Und das Herz freut sich, und das Herz freut sich“, rief Schwester Dulcissima immer dann, wenn sie Freude empfand. Ich bin überzeugt, dass die Magd Gottes sich heute mit uns über das Ereignis freut, das am 03. Oktober 2021 in Brzezie stattgefunden hat.

Am Sonntag, dem 3. Oktober, haben wir in unserer Pfarrkirche St. Matthäus und Matthias in Brzezie in der Messe um 10.30 Uhr für das Geschenk der heiligen Therese vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz gedankt und Gott um Hilfe für die verirrten  Seelen gebeten. Helena Hoffmanns spirituelle Freundschaft mit dem Karmelitenheiligen begann in ihrer frühen Kindheit und hielt ihr ganzes Leben lang an. Es war die kleine Theresia, die in Helena den Wunsch des Gebets und der Selbstaufopferung pflanzte. Der erste Biograph von Schwester Dulcissima, der Redemptoristenpater Joseph Schweter, schreibt: „Nach dem Willen der Heiligen von Lisieux sollte sich Helena für die Kirche, die Priester und die Kongregation der Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis aufopfern“. So war es die heilige Therese vom Kinde Jesu, die dafür sorgte, dass Helenas Berufung wuchs und sich zur größeren Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen entwickelte. Die heilige Thérèse von Lisieux erschien Helena im Traum und leitete Schwester Dulcissima an, indem sie sie zur Gottes- und Nächstenliebe ermutigte. Die Begegnungen mit Teresa fanden stets in einer Atmosphäre tiefer Freude statt. Indem sie ihre Leiden für die Kirche und die Priester, für die Sünder und die Seelen im Fegefeuer sowie für ihre eigene Ordensfamilie aufopferte und ihr ganzes Leben lang Demut und geistige Armut praktizierte, wurde Schwester Dulcissima eine treue Anhängerin der heiligen Therese vom Kinde Jesu. Und wer der heiligen Teresa und unserer Schwester Dulcissima begegnet ist, wird sicher zugeben, dass diese beiden Schwestern die gleiche Leidenschaft für die Rettung der Seelen für den Erlöser teilten. Ihre Biografien sind sich bemerkenswert ähnlich. Ich möchte kurz erwähnen, dass beide Schwestern den Weg der Kindschaft Gottes gegangen sind und ihrem himmlischen Vater immer noch dankbare geistige Blumen schenken.

Die Überführung der Reliquien der heiligen Therese von Lisieux in das Kloster in Brzezie bedeutet also nicht nur das Aufstellen eines Reliquienschreins in der Klosterkapelle. Es ist eine EINLADUNG an die heilige Karmelitin, dauerhaft an dem Ort zu leben, den sie mit Gottes Hilfe immer beschützt hat.

Und wenn wir einen Gast in unser Haus einladen, dann müssen wir uns gut vorbereiten, um eine so wichtige Person willkommen zu heißen. Die neuntägige Novene leitete also die Zeit der ständigen Weiterbildung ein, die eine gute Vorbereitung auf den Empfang der Reliquien der heiligen Teresia in unserem Kloster war. Pater Teodor Suchoń, pensionierter Hüter des Heiligtums der heiligen Theresa in Chwałowice, ein glühender Verehrer der Karmelitin, sorgte für unsere spirituelle Einführung in die Lebenswirklichkeit der Hl. Teresa.

Wir freuten uns, dass am Sonntag auch unsere Schwestern aus den nahe gelegenen Städten Raciborz, Branice und Wroclaw dabei waren. Dank der Liebenswürdigkeit von Pater Teodor waren an diesem Tag auch die Reliquien der heiligen Eheleute Zelia und Ludwik Martin, die Eltern der Hl. Theresia, vor Ort. Am Ende der Messe segnete Pater Theodore  Rosen, die ein Zeichen für die auf die Fürsprache der heiligen Therese erbetenen Gnaden sind.

Vor ihrem Tod sagte die Heilige von Lisieux: „Ich möchte, wenn ich im Himmel bin, auf der Erde Gutes tun. Wenn ich sterbe, werde ich Rosen auf sie regnen lassen“.

Wunderschöne, geweihte Rosen, die von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und den Marienschwestern in den Händen gehalten wurden, bildeten die Rosenprozession. Sie führte zum Kloster, wo die mit Spannung erwartete Reliquie der Kleinen Heiligen Therese vom Kinde Jesu verehrt werden konnte.

Und das Herz jubelt und das Herz jubelt.

Sr. M. Małgorzata Cur

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