Darstellung der Heiligen Jungfrau Maria
Dienstag der 33. Woche der gewöhnlichen Zeit
Erste Lesung – Sacharja 2,14-17
In Einheit mit dem östlichen Christentum und zum Gedenken an die Einweihung der neuen Marienbasilika im Jahr 543, die neben dem Tempel in Jerusalem errichtet wurde, feiert dieses Fest die „Hingabe“ Marias an Gott von ihrer Kindheit an, inspiriert durch den Heiligen Geist, dessen Gnade sie seit ihrer unbefleckten Empfängnis erfüllt hatte. Wie bei der Geburt Marias lesen wir auch von der Darstellung Marias im Tempel nur in der apokryphen Literatur. Im Protoevangelium des Jakobus, das als unhistorischer Bericht anerkannt ist, wird berichtet, dass Anna und Joachim Maria im Alter von drei Jahren im Tempel Gott darbrachten. Damit sollte ein Versprechen eingelöst werden, das sie Gott gegeben hatten, als Anna noch kinderlos war. Die erste Lesung verkündet, wie Gott sich auf die Menschwerdung vorbereitet: „Sing, freu dich, Tochter Zion; denn ich komme und wohne in deiner Mitte“. Er verkörpert sich und wohnt unter uns. Und er kommt aus seiner heiligen Wohnung, die Mutter Maria ist. Lasst uns darüber nachdenken: Erkenne ich die Heiligkeit von Mutter Maria?