NACHRICHTEN

Gelebte Einheit in der Verschiedenheit

Zeugnis eine tansanischen Schwester in Deutschland

Als ich vor 8 Jahren nach Deutschland gekommen bin, war ich sehr froh, denn ich wollte meinen Mitschwestern helfen. Aber zuerst musste ich viel lernen bzw. kennenlernen: die Sprache, die Kultur, die Menschen… Der Anfang war sehr schwer. Aber allmählich wurde es besser. So konnte ich z.B. kein Deutsch sprechen, aber mit viel Geduld und Übung kann ich jetzt sprechen. Ich bin sehr dankbar dafür, vor allem auch für die Hilfe und Geduld, die ich von den Schwestern und vielen Menschen hier in Deutschland erfahren habe.

Viele Schwestern hier in Deutschland sind alt und zum Alter kommen bei vielen von ihnen noch Krankheiten hinzu, so dass sie Hilfe und Unterstützung brauchen. Aber die Schwestern sind trotzdem sehr bemüht, vieles selbst zu tun bzw. zu helfen. Das kann ich von meinen Mitschwestern hier in Deutschland lernen, dass meine Berufung im Alter noch genauso da ist – bzw. sich durch das Leben vertieft und gefestigt hat. So stehen die Schwestern jeden Morgen auf und kommen in die Kapelle, obwohl es ihnen gesundheitlich nicht so gut geht. Sie lieben das Leben in der Gemeinschaft und halten daran fest, solange es möglich ist. Das gibt mir Mut und Kraft, Zeit für die Schwestern zu haben, ihnen zuzuhören, ihnen mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen und ihnen zu helfen, wo immer es mir möglich ist.

Ich danke allen Schwestern für die Liebe, die sie mir gezeigt haben. Gott vegelts.

Schw. Bakhita

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