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„FIAT“ – IN ZEITEN EINER PANDEMIE

Religiöse Gelübde drücken aus, was für das Auge unsichtbar ist. Mystische Verlobungen mit Christus werden zu einer Art Hochzeit, bei der die Schwester ihre Berufung im Dienst an Gott und der Kirche und im Streben nach persönlicher Heiligkeit zu erfüllen gelobt.

Es ist in unserer Kongregation bereits eine gute Tradition, dass jedes Jahr im August und September für die Schwestern aus der Region Tansania religiöse Feiern diese Art stattfinden.

Nach angemessener Vorbereitung und Ausbildung legen verschiedene Gruppen von Schwestern die zeitlichen oder ewigen Gelübde ab. Auch in der Kandidatur herrscht große Freude, wenn die nächsten Mädchen ihr Postulat und dann das Noviziat beginnen. Seit zwei Jahren gibt es nun auch schon die Freude der Feier des  Silbernen Ordensjubiläums.

Auch in diesem Jahr bereiten wir uns auf diese Veranstaltungen vor, die am 28. August, dem Fest des hl. Augustinus, stattfinden werden. Aufgrund der nach wie vor bestehenden Bedrohung durch die Corona-Pandemie werden die Feierlichkeiten jedoch einen veränderten organisatorischen Charakter haben. Alle Zeremonien werden in Chikukwe stattfinden. Leider können Eltern, Familie und Freunde nicht anwesend sein.

Fünf junge Frauen werden in diesem Jahr die Kanditatur beginnen.

Vier Postulantinnen werden in das Noviziat eintreten.

Drei Novizinnen werden ihre erste Profess ablegen: Sr. Emilia, Sr. Stephania und Sr. Marcelina.

Die ewige Profess werden vier Junioratsschwestern ablegen: Sr. Regina, Sr. Clelia, Sr. Inocence und Sr. Theodora.

An diesem lang ersehnten Tag wünschen wir unseren Mitschwestern eine tiefe innere Verbindung mit Christus. Als äußeres Zeichen dafür erhalten einige den Ring, andere die Medaille, wieder andere den weißen Schleier, und die Kandidaten tragen dann das Kleid der Postulantinnen. Mögen diese Zeichen sie täglich an Gottes Erwählung und ihre Gelübde erinnern und sie in der Liebe zu Gott wachsen lassen.

Die Keuchheit die wir geloben, erlaubt es uns, Gott in Freiheit zu lieben und allen Menschen zu dienen.

Indem wir uns verpflichten, in Armut zu leben, drücken wir unseren Wunsch aus, an der Armut des Erlösers teilzuhaben, der für uns arm geworden ist, um uns mit seiner Armut zu bereichern.

Schließlich binden wir uns durch das Gehorsamsgelübde freiwillig an den Willen Gott und treten so tiefer in das Geheimnis Christi und seinen Heilsplan ein.

Indem Christus sich selbst im Gehorsam dem Willen des Vaters unterwarf, hat er uns einen Weg gezeigt, Gott zu lieben und zu verherrlichen.

 

Möge dieser Tag ein Neuanfang für unsere Schwestern sein, bei dem sie eine Entscheidung getroffen haben, die sie niemals zurücknehmen.

Möge unsere Unbefleckte Mutter unsere Schwestern mit ihrer Hilfe begleiten.

Beten wir für unsere tansanischen Schwestern.

Sr. Monika Kowarsz

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