Mittwoch der 28. Woche der Kirchenjahreszeit
Evangelium – Lukas 11:42-46
Jesus schreibt die Regeln der Gesellschaft neu, er stellt die Hierarchie der Werte neu auf. Es ist nicht mehr die äußere Einhaltung der Normen, die einen zum Reich Gottes, das Jesus gebracht hat, gehören lässt. Es ist die Gerechtigkeit, die die Liebe Gottes vorschreibt. Die Gerechtigkeit, die die Liebe Gottes vorschreibt, ist die Gerechtigkeit der Liebe. Es geht nicht darum, die Steuer für die kleinen Dinge zu zahlen, sondern darum, die Armen und die Ausgegrenzten zu lieben. Es geht nicht darum, die Ehrenplätze zu besetzen und mit Ehrfurcht empfangen zu werden. Es geht darum, sich um jeden Menschen zu kümmern, ohne Unterscheidungen oder Diskriminierungen. Es geht darum, Liebe zu sein, die von der Liebe Gottes inspiriert ist. Es geht nicht darum, das Leben der Menschen durch unsere Strukturen und Systeme schwer zu machen, sondern es geht darum, das Leben der Menschen durch unsere Liebe einfach und leicht zu machen. Die Frage, die das Evangelium uns stellt, lautet: Bin ich in jeder Situation, in der ich mich befinde, eine Liebe?