5. Tag der Weihnachtsoktave
Heiliger Thomas Becket
Lesung: 1 Johannes 2,3-11
An diesem fünften Tag der Weihnachtsoktave erinnert uns der Heilige Johannes daran, dass das Licht, das zu Weihnachten offenbart wurde, nicht nur etwas ist, das man bewundern soll, sondern etwas, das man leben soll. „Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht“, schreibt er und macht damit deutlich, dass das wahre Zeichen dafür, im Licht Christi zu wandeln, die konkrete Liebe ist. Das in Bethlehem geborene Kind bringt ein Licht, das nicht blendet, sondern wärmt, ein Licht, das uns aus uns selbst heraus zu anderen hinzieht. Weihnachten authentisch zu feiern bedeutet, dieses Licht unsere Beziehungen prägen zu lassen, indem es Groll heilt, Gleichgültigkeit auflöst und uns lehrt, einander mit der Barmherzigkeit zu sehen, die wir empfangen haben. Das Leben und Martyrium des heiligen Thomas Becket spiegelt diese Wahrheit wider: Die Treue zum Licht Christi erfordert oft Mut und selbstlose Liebe. Weihnachten ist also erst dann vollständig, wenn das Licht, das wir empfangen, zu Liebe wird, die wir weitergeben und die durch unser Handeln die Welt erleuchtet. Denken wir darüber nach: Weihnachten bedeutet, im Licht Christi zu leben, indem wir die empfangene Liebe in weitergegebene Liebe verwandeln und zulassen, dass seine Gegenwart unsere Beziehungen mit Barmherzigkeit und Treue verwandelt.
Don Giorgio
