2. Sonntag nach Weihnachten
Lesungen: Sirach 24,1-2.8-12; Epheser 1,3-6.15-18; Johannes 1,1-18
An diesem zweiten Sonntag nach Weihnachten führt uns die Kirche in die Tiefe des Geheimnisses, das wir feiern: Das Wort, das bei Gott war und Gott ist, ist in unsere Welt gekommen, um unseren Verstand zu erleuchten und unser Schicksal zu verwandeln. Der heilige Paulus betet darum, dass unsere inneren Augen geöffnet werden, damit wir die Hoffnung auf Gottes Ruf und den Reichtum des für uns bereiteten Erbes erfassen können. Weihnachten bedeutet nicht nur, dass Gott uns nahekommt, sondern auch, dass die Menschheit erhoben wird und die Gnade erhält, zu erkennen, zu sehen und dazuzugehören. Das Evangelium verkündet, dass das Wort das wahre Licht ist, das für jeden Menschen leuchtet, und dass diejenigen, die es aufnehmen, ein überwältigendes Geschenk erhalten: die Kraft, Kinder Gottes zu werden. Das ist die stille Herrlichkeit von Weihnachten: Weisheit ersetzt Verwirrung, Hoffnung überwindet Müdigkeit, und göttliches Leben erwacht in uns. Während sich die Weihnachtszeit entfaltet, sind wir eingeladen, dieses Licht in unser Verständnis eindringen zu lassen und unsere Identität zu formen, damit wir nicht als Fremde vor Gott leben, sondern als Söhne und Töchter, die wissen, dass sie geliebt und zu seiner Herrlichkeit berufen sind. Denken wir darüber nach: Weihnachten ist das Geschenk des göttlichen Lichts, das unseren Verstand und unser Herz öffnet und uns ermöglicht, Gott zu erkennen, Hoffnung anzunehmen und als geliebte Kinder zu leben, die in seine verheißene Herrlichkeit hineingezogen werden.
Don Giorgio
