10. Januar
Evangelium: Lukas 4,14-22
Die Offenbarung des Herrn geht weiter, als Jesus in der Synagoge steht und die Erfüllung der Schrift verkündet und damit die konkrete Wirkung seiner Gegenwart im Leben der Menschen offenbart. Wenn Christus sich offenbart, erreicht uns die Frohe Botschaft gerade in unserer Armut, nicht nur in materieller, sondern auch in innerer Armut, die von Angst, Sorge und Enttäuschung geprägt ist. Die Epiphanie zeigt uns einen Erlöser, der diese Zustände benennt und sie verwandelt: Freiheit für diejenigen, die von Angst gefesselt sind, Sehkraft für diejenigen, die Gottes Willen nicht erkennen können, wiederhergestellte Würde für Herzen, die von Verlust belastet sind. Jesus spricht nicht abstrakt; seine Worte werden in realen Leben Fleisch. Ihm zuzuhören bedeutet, der Wahrheit zu erlauben, in die Gefangenschaft einzubrechen, und dem Licht zu erlauben, die Verwirrung zu ersetzen. Bei der Epiphanie geht es also nicht nur darum, zu sehen, wer Christus ist, sondern auch darum, zu erfahren, was seine Gegenwart bewirkt, indem sie unser Leben für Freiheit, Klarheit und Hoffnung öffnet. Denken wir darüber nach: Die Epiphanie ist die lebendige Erfahrung Christi, der sich als Befreier und Heiler offenbart, dessen Gegenwart unserer Armut gute Nachricht, unseren Ängsten Freiheit und den Herzen, die Gottes Willen suchen, Klarheit bringt.
Don Giorgio
