- 2. Sonntag im Jahreskreis
Lesungen: Jesaja 42,1-9, 49,1-9; 1 Korinther 1,1-17; Johannes 1,29-34
An diesem zweiten Sonntag im Jahreskreis offenbaren die Schriftstellen gemeinsam die Identität und Mission Jesu als Licht der Völker. Jesaja spricht von einem von Gott auserwählten und gestützten Diener, der gesandt wurde, um Augen zu öffnen, Gefangene zu befreien und Hoffnung über alle Grenzen hinweg zu bringen – ein Bild, das sich in Christus erfüllt hat. Der heilige Paulus greift diese Gabe als Gnade und Frieden auf, die von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus ausgehen, und erinnert uns daran, dass der Glaube nicht mit Spaltung beginnt, sondern mit Gemeinschaft. Im Evangelium gibt Johannes der Täufer ein entscheidendes Zeugnis: Er sieht den Geist auf Jesus herabkommen und auf ihm bleiben und bestätigt ihn als den von Gott Gesandten. Dieses Herabkommen des Geistes offenbart Jesus als Herrn, der nicht nur für eine Aufgabe gesalbt, sondern auch mit der Gabe ausgestattet ist, dauerhaftes Licht zu bringen. Die heutige Betrachtung lädt uns ein, zu erkennen, dass dasselbe Licht, das über den Völkern aufgegangen ist, auch unser Leben erleuchten will, um uns zu Zeugen der Gnade und des Friedens in einer Welt zu machen, die sich noch immer nach beidem sehnt. Denken wir darüber nach: Erkenne ich Jesus wirklich als das Licht und den Herrn meines Lebens an, lasse ich seinen Geist auf mich herabkommen und mein Leben verwandeln, Frieden bringen und vor anderen Zeugnis von ihm ablegen?
Don Giorgio
