Donnerstag der 3. Woche im Jahreskreis
Evangelium: Markus 4,21-25
Im heutigen Evangelium verbindet Jesus Großzügigkeit des Herzens mit spiritueller Fülle und erinnert uns daran, dass das, was wir geben, untrennbar mit dem verbunden ist, was wir empfangen. Das Maß, das wir anlegen, unsere Offenheit, unser Vertrauen und unsere Bereitschaft zu teilen, prägen die Tiefe der Gnade, die in uns wirkt. Christus nachzufolgen ist niemals eine vorsichtige Kalkulation, sondern eine großzügige Selbsthingabe, bei der das Licht auf einen Leuchter gestellt und nicht versteckt werden soll. Wenn wir Liebe, Vergebung oder Wahrheit zurückhalten, schmälern wir nicht nur andere, sondern auch uns selbst; wenn wir frei geben, dehnt sich das Reich Gottes in uns und um uns herum aus. Diese Lehre lädt uns ein, zu prüfen, wie wir an die Nachfolge herangehen: ob wir unser Engagement rationieren oder uns ohne Vorbehalte hingeben. Jesus versichert uns, dass Großzügigkeit im Glauben, Mitgefühl und Dienst niemals verloren geht, denn Gott antwortet mit einer noch größeren Fülle an Leben und Sinn. Denken wir darüber nach: Mit welchem Maß gehe ich Jesus nach, gebe ich mich großzügig im Glauben, in der Liebe und im Dienst hin, im Vertrauen darauf, dass Gott mir weit mehr zurückgibt, als ich gebe?
Don Giorgio
