Darstellung des Herrn – Festtag
Evangelium: Lukas 2,22–40
Am Fest der Darstellung des Herrn betrachten wir Christus, das Licht, das Simeon durch geduldigen Glauben erkannt hat, und entdecken neu das Herzstück des geweihten Lebens als Berufung, dieses Licht für die Kirche und die Welt widerzuspiegeln. Wie die am Lichtmesstag gesegneten Kerzen beziehen auch die Geweihten ihre Bedeutung aus der inneren Begegnung mit dem Herrn, wo das Gebet das Herz erneuert und zur verborgenen Quelle der Mission wird. Geprägt von evangelischer Armut und Demut spiegeln sie Christus wider, der arm wurde, um die Menschheit mit göttlicher Liebe zu bereichern, und geben durch Einfachheit, Nähe zu den Schwachen und Freiheit von Privilegien stilles Zeugnis. In Gemeinschaft gelebt, wird das geweihte Leben zu einem prophetischen Zeichen der Brüderlichkeit in einer zerbrochenen Welt und verkündet, oft ohne Worte, dass eine andere Lebensweise möglich ist. In diesem täglichen Angebot von Gebet, Dienst und Präsenz, insbesondere in Kontexten, die von Vielfalt und Dialog geprägt sind, weisen geweihte Personen demütig und freudig allein auf Christus hin, tragen sein Licht in die Herzen und Geschichten der Menschen und säen Hoffnung, Versöhnung und Frieden. Denken wir darüber nach: Auf welche konkrete Weise lasse ich mein tägliches Gebet, meine Einfachheit des Lebens und meine Beziehungen zu anderen Menschen das Licht Christi durch mich an dem Ort sichtbar werden, an dem ich lebe und diene?
Don Giorgio
