Samstag, Gedenktag der seligen Jungfrau Maria
Samstag der 4. Woche im Jahreskreis
Evangelium: Markus 6,30-34
Im heutigen Evangelium sieht Jesus die zurückkehrenden Apostel und erkennt sofort ihre Erschöpfung. Er lädt sie ein, sich mit ihm auszuruhen. Als er jedoch die Menschenmenge sieht, wird sein Herz von Mitgefühl bewegt, und seine Liebe reagiert sowohl auf die Müdigkeit seiner Jünger als auch auf den tieferen Hunger der Menschen. Dies offenbart eine zarte Wahrheit über Christus: Seine Liebe ignoriert unsere Müdigkeit nicht und verlangt auch nicht, dass wir stark sind, bevor wir zu ihm kommen. Jesus erkennt unsere körperliche, emotionale und geistige Müdigkeit und begegnet uns genau dort, nicht mit Vorwürfen, sondern mit Fürsorge und Führung. An diesem Gedenktag der seligen Jungfrau Maria werden wir daran erinnert, dass auch Maria diese aufmerksame Liebe gelebt hat, indem sie still die Bedürfnisse wahrnahm und darauf vertraute, dass ihr Sohn handeln würde. Das Evangelium lädt uns ein, unsere müden Herzen zu Jesus zu bringen, im Vertrauen darauf, dass sein Mitgefühl uns wiederherstellt und unsere Müdigkeit in neue Kraft verwandelt, um andere zu lieben und ihnen zu dienen. Lasst uns darüber nachdenken: Erlaube ich Jesus, meine Müdigkeit zu sehen und zu berühren, im Vertrauen darauf, dass seine barmherzige Liebe mich wiederherstellt, oder trage ich meine Müdigkeit allein, ohne mich an ihn zu wenden?
Don Giorgio
