Samstag nach Aschermittwoch
Evangelium: Lukas 5,27-32
Im heutigen Evangelium reagiert Levi sofort und entschlossen auf Jesus: Er lässt alles zurück, steht auf und folgt ihm nach. Diese einfache Handlung enthält die ganze Dynamik der Bekehrung. Auf den Ruf Christi zu antworten bedeutet, das hinter sich zu lassen, was uns einst geprägt hat, unsere Bindungen, Sicherheiten, sogar unsere Vergangenheit, und innerlich aus der Selbstzufriedenheit oder Sünde aufzustehen. Aufstehen ist nicht nur eine körperliche Handlung, sondern das Erwachen des Herzens, das eine neue Richtung einschlägt. Ihm zu folgen ist der Weg der ständigen Bekehrung, eine tägliche Hinwendung zu Barmherzigkeit und Wahrheit. In dieser Fastenzeit erinnert uns das Beispiel Levis daran, dass Jüngerschaft nicht mit Vollkommenheit beginnt, sondern mit Verfügbarkeit. Wenn wir es wagen, auf seinen Ruf hin aufzustehen und ihm unser Leben anzuvertrauen, entdecken wir, dass Bekehrung kein Verlust ist, sondern der Beginn einer neuen Gemeinschaft, die uns wiederherstellt und verwandelt. Denken wir darüber nach: Fastenzeit bedeutet, auf den Ruf Christi hin aufzustehen, das hinter uns zu lassen, was uns bindet, und in ständiger Bekehrung zu wandeln, während wir ihm folgen.
Don Giorgio
