Samstag der 2. Fastenwoche
Heilige Perpetua und Felicitas, Märtyrerinnen
Im heutigen Evangelium offenbart das Gleichnis vom verlorenen Sohn die tiefste Bedeutung der Bekehrung. Der jüngere Sohn kehrt nach Hause zurück und denkt über sein Versagen, seinen Hunger und seine verlorene Würde nach; doch die entscheidende Erkenntnis ist nicht seine Sünde, sondern das Herz des Vaters, der ihm entgegenläuft. Die Bekehrung beginnt, wenn wir dieses liebende Herz erkennen, das wartet, vergibt, wiederherstellt und sich freut. Der Vater verlangt keine Erklärungen, er bietet eine Umarmung an. Am Gedenktag der Heiligen Perpetua und Felicitas, deren Glaube bis zum Martyrium ganz auf die Liebe Gottes vertraute, werden wir daran erinnert, dass wahre Bekehrung nicht nur die Abkehr von der Sünde ist, sondern die Hinwendung zur Barmherzigkeit des Vaters. Die Fastenzeit lässt uns neu entdecken, dass Gottes Liebe immer größer ist als unsere Entfernung und dass die Rückkehr zu ihm bedeutet, uns wieder in seine barmherzige Umarmung aufnehmen zu lassen. Denken wir darüber nach: Die Fastenzeit ist eine Rückkehr zum Vater, indem wir die grenzenlose Liebe seines barmherzigen Herzens erkennen und ihm vertrauen.
Don Giorgio
