22. Dezember – VI. Tag der Weihnachtsnovene
O Rex gentium!
1 Samuel 1,24-28
Während der Advent sich seinem Ende zuneigt und wir O Rex gentium anrufen, lehrt uns das Gebet Hannas im ersten Buch Samuel, wie wir mit einem Herzen voller Dankbarkeit warten können. Nach Jahren der Sehnsucht und stillen Tränen kehrt sie zum Herrn zurück, nicht um sich an das Geschenk zu klammern, das sie erhalten hat, sondern um es in Dankbarkeit zurückzugeben. Ihre Geste offenbart eine tiefe Wahrheit des Advents: Alles, was wir erhalten, ist Gnade, und Dankbarkeit ist die reinste Form der Anbetung. Der König der Völker kommt nicht, um uns etwas wegzunehmen, sondern um unser Vertrauen und unsere dankbaren Herzen zu empfangen. Dies ist der richtige Moment, um zurückzublicken und zu erkennen, wie der Herr in unserem Leben gewirkt hat, oft still, geduldig und treu. Die Dankbarkeit im Advent löscht die Kämpfe nicht aus, sondern verwandelt sie, indem sie anerkennt, dass Gott in ihnen gegenwärtig war. Wenn wir uns Weihnachten nähern, wird das Danken zu unserer letzten Vorbereitung, um Platz zu schaffen für den König, der kommt, um unter denen zu wohnen, die seine Gaben erkennen und sie mit Liebe zurückgeben. Denken wir darüber nach: Der Advent ist die Zeit des dankbaren Wartens, in der wir Gottes Gaben in unserem Leben erkennen und sie ihm mit Dankbarkeit zurückgeben, während wir uns darauf vorbereiten, den König zu empfangen, der in Liebe kommt.
Don Giorgio
