3. Adventssonntag
Lesungen: Jesaja 35,1–6a, 10; Jakobus 5,7–10; Matthäus 11,2–11
Der dritte Adventssonntag lädt uns ein, uns über eine Hoffnung zu freuen, die sich bereits vor unseren Augen entfaltet. Jesajas Ruf „Seid stark, fürchtet euch nicht!“ versichert uns, dass Gott nicht aus Gleichgültigkeit zögert – er kommt entschlossen, um zu retten, zu heilen und wiederherzustellen, was zerbrochen ist. Der heilige Jakobus hilft uns zu verstehen, wie wir warten sollen: mit geduldigen Herzen, fest in der Hoffnung, der Versuchung widerstehend, uns zu beklagen oder einander gegenüber bitter zu werden. Die Geduld des Advents ist keine passive Resignation, sondern eine stille Kraft, die im Vertrauen verwurzelt ist. Im Evangelium spiegelt die Frage Johannes des Täufers unsere eigenen Momente des Zweifels wider, und die Antwort Jesu ist auffallend konkret: Leben werden verändert, Leiden werden gelindert, und die Armen erhalten gute Nachrichten. Die Gegenwart Jesu verwandelt die Realität selbst. Dieser Sonntag erinnert uns daran, dass die Freude des Advents daraus entsteht, dass wir erkennen, dass die Erlösung nicht nur versprochen ist, sondern bereits wirkt. Gesegnet sind diejenigen, die nicht über Gottes Art zu kommen stolpern, sondern lernen, zu sehen, zu warten und sich zu freuen, während seine rettende Gegenwart die Welt und unsere Herzen neu gestaltet. Denken wir darüber nach: Der Advent ist die Zeit der geduldigen und freudigen Hoffnung, in der wir lernen, Gott zu erkennen, der bereits unter uns wirkt, ängstliche Herzen stärkt und Leben durch die rettende Gegenwart Christi verwandelt.
Don Giorgio
