Dienstag der 3. Fastenwoche
Evangelium: Matthäus 18,21-35 Im heutigen Evangelium antwortet Jesus auf die Frage des Petrus nach der Vergebung mit einem Gleichnis, das die Tiefe der Barmherzigkeit Gottes offenbart. Der Diener, dem eine immense Schuld erlassen wurde, weigert sich, eine kleine Schuld zu erlassen, die ihm geschuldet wird. Durch diesen Kontrast zeigt Jesus, dass Vergebung nicht nur eine äußerliche Geste ist, sondern eine Haltung, die „von Herzen“ kommen muss. Wir, die wir unermessliche Barmherzigkeit von Gott empfangen haben, dürfen unsere Herzen nicht vor unseren Brüdern und Schwestern verschließen. Die Fastenzeit lädt uns ein, zu prüfen, ob unsere Vergebung aufrichtig oder nur oberflächlich ist. Wahre Versöhnung beginnt, wenn wir zulassen, dass die Barmherzigkeit, die wir von Gott empfangen haben, unsere eigene Reaktion auf andere prägt. Von Herzen zu vergeben bedeutet, den Kreislauf des Grolls zu durchbrechen und das grenzenlose Mitgefühl des Vaters in unseren täglichen Beziehungen widerzuspiegeln. Denken wir darüber nach: Die Fastenzeit ermöglicht es uns, dass die Barmherzigkeit, die wir von Gott empfangen haben, unser Herz verwandelt, sodass wir anderen aufrichtig und ohne Maß vergeben können.
Don Giorgio
