Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis
Heiliger Hilarius, Bischof, Kirchenlehrer
Markus 1,21-28
In der Synagoge von Kapernaum offenbart Jesus eine neue Art von Autorität, die nicht auf Position, Gewalt oder Angst beruht, sondern auf der Kraft zur Befreiung. Sein Wort durchdringt das Chaos und entlarvt das Böse, das das menschliche Herz versklavt, und befiehlt ihm, zu verschwinden. Diese Autorität ist nicht abstrakt, sondern zutiefst persönlich und reicht bis in die verborgenen Bereiche, in denen Angst, Groll und Sünde Einzug gehalten haben. Markus zeigt uns, dass Jesus nicht nur ein Lehrer mit Einsicht ist, sondern der Erlöser, dessen Gegenwart Ganzheit und Freiheit wiederherstellt. Das Erstaunen der Menschen spiegelt den Schock wider, einer Kraft zu begegnen, die heilt, anstatt zu dominieren. Dieses Evangelium lädt uns ein, darauf zu vertrauen, dass dieselbe Autorität Christi auch heute in uns wirkt, eine Autorität, die sich dem entgegenstellt, was unser Leben verzerrt, und den Weg zu wahrem Frieden öffnet. Denken wir darüber nach: Erlaube ich der rettenden Autorität Jesu, sich den Bereichen meines Lebens zu stellen und sie zu heilen, in denen Angst, Sünde oder innere Unordnung noch immer Macht haben?
Don Giorgio
