23. Dezember – VII. Tag der Weihnachtsnovene
O Emmanuel!
Lesung: Maleachi 3,1-4.23-24
Während der Advent mit der Anrufung „O Emmanuel” seinem Ende entgegengeht, erinnert uns die Prophezeiung Maleachis daran, dass das Kommen des Herrn niemals plötzlich oder unvorbereitet geschieht, sondern dass Gott immer Vorbereitungen trifft. Er sendet einen Boten voraus, nicht nur, um seine Ankunft anzukündigen, sondern auch, um die Herzen zu reinigen, Beziehungen wiederherzustellen und uns wieder zueinander zu führen. Der Advent offenbart einen Gott, der Bereitschaft statt Furcht, Verwandlung statt Überraschung wünscht. Emmanuel kommt als derjenige, der wie Feuer läutert und wie Seife reinigt, nicht um zu zerstören, sondern um Raum für wahre Gemeinschaft zu schaffen. Dieser Tag lädt uns ein, zu prüfen, wie der Herr unser Leben still und leise vorbereitet hat, durch Ereignisse, Menschen und innere Bewegungen, damit seine Gegenwart willkommen geheißen wird, anstatt ihr zu widerstehen. Auf Emmanuel zu warten bedeutet, Gott zu erlauben, uns von innen heraus vorzubereiten, das zu heilen, was gespalten ist, und unsere Herzen auf seinen kommenden Frieden auszurichten. Lasst uns darüber nachdenken: Der Advent ist die Zeit der inneren Vorbereitung, in der Gott unsere Herzen sanft auf Emmanuel vorbereitet, uns reinigt, heilt und ausrichtet, damit wir seine bleibende Gegenwart unter uns willkommen heißen können.
Don Giorgio
