Heilige Agatha, Jungfrau und Märtyrerin
Donnerstag der 4. Woche im Jahreskreis
Evangelium: Markus 6,7-13
Im heutigen Evangelium (Markus 6,7–13) sendet Jesus die Zwölf mit einer eindrucksvollen Anweisung auf Mission: Nehmt nichts zusätzlich mit, nicht einmal einen Ersatzmantel. Diese radikale Einfachheit offenbart eine tiefe Wahrheit: Die Mission gehört nicht den Jüngern, sondern ist die Mission Jesu selbst. Indem sie keinen zweiten Mantel mitnehmen, werden die Jünger aufgefordert, nicht auf ihre eigenen Ressourcen, Strategien oder Sicherheiten zu vertrauen, sondern auf die Gnade, die ihnen bereits geschenkt wurde. Die einzige Tunika, die sie wirklich brauchen, ist die Tunika der Taufe, die Identität, die sie in Christus erhalten haben, gekleidet in sein Leben und seine Autorität. Die heilige Agatha, Jungfrau und Märtyrerin, verkörpert dieses Evangelium mit ihrer völligen Selbsthingabe: Sie hielt nichts zurück und vertraute ganz auf Christus, sogar bis zum Leiden. Das heutige Wort erinnert uns daran, dass authentische Mission aus dem hervorgeht, was wir in Christus sind, und nicht aus dem, was wir besitzen. Wenn wir mit leichtem Gepäck reisen, verwurzelt in unserer Taufwürde, lassen wir Jesus selbst durch uns wirken und machen unser Leben zu einer glaubwürdigen und lebendigen Verkündigung des Evangeliums. Denken wir darüber nach: Verlasse ich mich auf meine eigenen Sicherheiten und „zusätzlichen Tuniken” oder vertraue ich darauf, dass meine Taufidentität in Christus ausreicht für die Mission, die er mir anvertraut?
Don Giorgio
