Unsere Liebe Frau von Guadalupe
Lesung: Sacharja 2,14-17
Der Advent, gesehen durch die Prophezeiung Sacharjas und erleuchtet durch Unsere Liebe Frau von Guadalupe, ist das freudige Bewusstsein, dass Gott nicht nur sein Volk besuchen, sondern in dauerhafter, zärtlicher Nähe unter uns wohnen möchte. „Jubelt vor Freude ... denn ich komme, um unter euch zu wohnen“, sagt der Herr und offenbart damit, dass seine Gegenwart nicht fern oder gelegentlich ist, sondern vertraut, familiär und verwandelnd. Maria von Guadalupe verkörpert dieses Versprechen: Sie kommt als die Mutter, die Gott mit uns trägt, sich den Armen, den Verwundeten, den Vergessenen nähert und ihnen versichert, dass der Himmel sich zu ihnen herabbeugt, um ihr Leben zu begleiten. Der Advent lädt uns ein, in dieser Erwartung zu leben, nicht in passivem Warten, sondern in aktiver Aufnahme, indem wir einen Raum in unseren Herzen vorbereiten, in dem Gott eine Heimat finden kann und in dem seine Gegenwart unsere Ängste in Zuversicht, unsere Einsamkeit in Gemeinschaft und unsere gewöhnlichen Tage in Orte verwandeln kann, an denen Emmanuel wirklich wohnt. Lasst uns darüber nachdenken: Der Advent ist in dieser Reflexion die freudige Erwartung, dass Gott persönlich und dauerhaft unter seinem Volk wohnen möchte, unser Leben durch seine Nähe verwandelt und uns einlädt, einen Raum der Begrüßung für Emmanuel vorzubereiten.
Don Giorgio
