Heiliger Stephanus, der erste Märtyrer – Fest
Erste Lesung: Apostelgeschichte 6,8-10, 7,54-59
Am Tag nach Weihnachten stellt uns die Kirche den Heiligen Stephanus vor Augen und erinnert uns daran, dass das in Bethlehem geborene Licht sofort mit der Dunkelheit der Welt konfrontiert wird. Was Stephanus im Moment seines Martyriums sah, „Ich sehe den Himmel offen“, ist derselbe Himmel, der sich in der Weihnachtsnacht öffnete, als Gott in die Menschheitsgeschichte eintrat. In Bethlehem öffnete sich der Himmel still in einer Krippe; in Stephanus öffnet er sich durch treues Zeugnis und selbstlose Liebe. Weihnachten offenbart, dass Gott nicht mehr fern ist, und Stephanus zeigt den Preis und die Herrlichkeit, diese Wahrheit zu leben. Das in Demut geborene Kind wird zum Herrn, der die Kraft gibt, zu vergeben, zu ertragen und über die Gewalt hinaus in das ewige Leben zu blicken. Weihnachten ist daher nicht nur Sentimentalität, sondern der Beginn eines Lebens, das so sehr mit Christus vereint ist, dass selbst der Tod den Himmel nicht wieder verschließen kann. Denken wir darüber nach: Weihnachten ist die Öffnung des Himmels für die Menschheit, wenn Gott in Christus in unsere Welt eintritt und seine Gegenwart so real macht, dass selbst Leiden und Tod die von ihm begonnene Gemeinschaft nicht beenden können.
Don Giorgio
