Freitag der 1. Fastenwoche
Heiliger Gregor von Narek, Abt und Kirchenlehrer
Evangelium: Matthäus 5,20-26 Im heutigen Evangelium definiert Jesus die Authentizität unserer Beziehung zu Gott neu. Anbetung kann nicht von Versöhnung getrennt werden; Gebet kann verletzte Beziehungen nicht umgehen. Wenn wir beim Bringen unserer Opfergabe zum Altar daran denken, dass ein Bruder oder eine Schwester etwas gegen uns hat, sind wir aufgerufen, selbst vor Gott innezuhalten und zuerst Versöhnung zu suchen. Diese Lehre ist radikal: Die Gemeinschaft mit Gott ist untrennbar mit der Gemeinschaft mit anderen verbunden. Am Gedenktag des Heiligen Gregor von Narek, dessen tiefgründige Gebete aus einem durch Reue gereinigten Herzen flossen, werden wir daran erinnert, dass wahre Heiligkeit relational ist. Die Fastenzeit fordert uns auf, nicht nur unsere Frömmigkeit zu überprüfen, sondern auch unsere zerbrochenen Bindungen. Der Altar erwartet uns, aber Gott zieht ein versöhntes Herz einem perfekten Ritual vor. Wenn wir uns für Demut entscheiden und den ersten Schritt in Richtung Frieden machen, wird unser Opfer aufrichtig, und unsere Beziehung zu Gott gewinnt ihre Integrität zurück. Denken wir darüber nach: Die Fastenzeit bedeutet, die Versöhnung mit anderen als das wahre Maß unserer Gemeinschaft mit Gott zu wählen.
Don Giorgio
