17. Dezember
Lesung: Genesis 49,2.8-10
Während der Advent in seine letzten und intensivsten Tage eintritt, erhebt der Segen, der über Juda ausgesprochen wurde, unsere Herzen zum Geheimnis der beständigen Gegenwart Gottes in der Geschichte. „Das Zepter wird niemals von Juda weichen“ ist nicht nur eine Aussage über die königliche Thronfolge, sondern ein Versprechen, dass Gottes leitende Autorität unter seinem Volk bleiben wird. Durch Generationen, die von Exil, Scheitern und Hoffnung geprägt waren, weist dieses Zepter unerschütterlich auf den Messias hin, Jesus, geboren aus dem Geschlecht Judas, dessen Königtum nicht auf Herrschaft, sondern auf treuer Gegenwart beruht. Der Advent lädt uns ein, anzuerkennen, dass Gott die Geschichte der Menschheit nicht aufgibt; er bleibt, begleitet uns und erfüllt sein Wort in der Zeit. Während wir auf das Kommen Christi warten, werden wir daran erinnert, dass seine Herrschaft bereits nahe ist, unser Leben still prägt und uns auffordert, auf die Beständigkeit Gottes zu vertrauen, der Generation für Generation bei uns bleibt. Denken wir darüber nach: Der Advent ist die Zeit, in der wir auf Gottes treue Gegenwart vertrauen und erkennen, dass seine leitende Herrschaft und sein Versprechen unter uns bleiben, während wir auf das Kommen Christi, des Königs, warten.
Don Giorgio
