7. Tag der Weihnachtsoktav
Heiliger Silvester I., Papst
Lesung: 1 Johannes 2,18-21
An diesem letzten Tag des Jahres, innerhalb der lichtdurchfluteten Weihnachtsoktave, erinnert uns der heilige Johannes an eine grundlegende Wahrheit: Christus nachzufolgen bedeutet, fest in der Wahrheit zu stehen und zu wissen, dass keine Lüge jemals aus ihr hervorgehen kann. Das zu Weihnachten geborene Kind ist die fleischgewordene Wahrheit, und die Vereinigung mit ihm schützt unser Herz vor Verwirrung, Angst und Täuschung. Am Ende eines Jahres lädt uns diese Wahrheit ein, in Dankbarkeit innezuhalten – für die Gnade, die uns gestützt hat, für den unsichtbaren Schutz, der uns geleitet hat, und dafür, dass Gott uns treu geblieben ist, auch wenn wir es nicht waren. Gleichzeitig ruft uns Weihnachten zur Vergebung auf, denn Wahrheit und Liebe können nicht mit Groll koexistieren. Denjenigen zu vergeben, die uns im Laufe des Jahres verletzt haben, ist keine Schwäche, sondern eine Entscheidung, im Licht zu bleiben, das Christus gebracht hat. Das Jahr in Wahrheit, Dankbarkeit und Vergebung zu beenden, wird zu einem stillen Akt des Glaubens, der unsere Herzen darauf vorbereitet, unter der sanften Herrschaft des Wortes, das unter uns gewohnt hat, neu zu beginnen. Denken wir darüber nach: Weihnachten bedeutet, sich dafür zu entscheiden, in der Wahrheit Christi zu leben, frei von Falschheit, dankbar für Gottes Treue und erneuert durch Vergebung, die unsere Herzen im Licht hält.
Don Giorgio
