Montag der 3. Fastenwoche
Heilige Franziska von Rom
Evangelium: Lukas 4,24-30 Im heutigen Evangelium wird Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth abgelehnt. Die Menschen kennen ihn gut, sie sind mit ihm aufgewachsen, doch gerade diese Vertrautheit wird zu einem Hindernis. Anstatt ihnen zu helfen, die Gegenwart Gottes in ihrer Mitte zu erkennen, macht sie sie blind. Sie erwarten, dass Gott nur nach ihren eigenen Wünschen und Erwartungen handelt. Als Jesus offenbart, dass Gottes Gnade größer ist als ihre Grenzen, verschließen sie ihre Herzen. Dieses Evangelium lädt uns ein, zu prüfen, wie unsere Vertrautheit mit göttlichen Realitäten, der Heiligen Schrift, dem Gebet und den Sakramenten entweder unsere Augen öffnen oder sie still verhärten kann. Die Fastenzeit ruft uns dazu auf, diese Vertrautheit unser Bewusstsein für Gottes lebendige Gegenwart vertiefen zu lassen, anstatt ihn auf das zu reduzieren, was wir sehen wollen. Wie die heilige Franziska von Rom, die Gott in den gewöhnlichen Aufgaben des täglichen Lebens entdeckte, sind wir eingeladen, demütig und aufmerksam zu bleiben und bereit zu sein, den Herrn auch dort zu erkennen, wo wir ihn am wenigsten erwarten. Denken wir darüber nach: Die Fastenzeit öffnet unsere Augen über unsere Erwartungen hinaus, um Gottes lebendige Gegenwart in unserer Mitte zu erkennen.
Don Giorgio
