Samstag der 1. Adventswoche
Heiliger Nikolaus, Bischof
Erster Samstag – vertrauen wir uns dem Unbefleckten Herzen Mariens an
Lesung: Jesaja 30,19-21, 23-26
Jesaja beschreibt eine Verwandlung, die so strahlend ist, dass gewöhnliches Licht daneben verblasst – Mondlicht, das wie die Sonne scheint, und die Sonne, die siebenmal so hell strahlt. So ist die Welt, wenn Gott sich nähert. Bei der Menschwerdung berührte der Himmel die Erde, nicht mit Donner, sondern mit dem Schrei eines Kindes, und plötzlich fanden die Wunden der Menschheit einen Heiler. Der Advent erinnert uns daran, dass Christus kommt, um die Verwundeten zu verbinden, das Zerbrochene wiederherzustellen und selbst die Winkel des Lebens zu erhellen, in denen sich Trauer verbirgt. An diesem ersten Samstag stellen wir uns unter das Unbefleckte Herz Mariens und erinnern uns an die verborgene Großzügigkeit des Heiligen Nikolaus. Wir erinnern uns daran, dass Gottes Licht oft durch kleine Taten der Barmherzigkeit zu uns kommt. Wenn wir Jesus willkommen heißen, auch wenn es nur sanft und leise geschieht, wächst das Licht in uns, beginnt der Schmerz zu heilen, erwacht die Hoffnung und wird die Welt unermesslich heller. Denken wir darüber nach: Der Advent ist die Zeit, in der wir auf die heilende Nähe Gottes warten, den Moment, in dem das göttliche Licht in unsere Wunden eindringt, das Zerbrochene wiederherstellt und unser Leben durch das demütige Kommen Christi mit Hoffnung erhellt.
Don Giorgio
