Montag der 1. Adventswoche
Lesung: Jesaja 4,2-6
Die heutige Prophezeiung Jesajas erfüllt den Advent mit einer stillen, beständigen Hoffnung: Wenn der Herr kommt, wird seine Gegenwart unser Schutz sein. Er verspricht, seine Herrlichkeit wie einen schützenden Baldachin über sein Volk zu breiten, einen Schatten vor der Hitze, eine Zuflucht vor Sturm und Regen. In einer Welt voller Druck, Ängste und unerwarteter Stürme bietet dieses Bild tiefen Trost. Gott verspricht kein Leben ohne Schwierigkeiten, aber er verspricht, dass seine Nähe uns beschützen, erquicken und stärken wird. Der „Spross des Herrn”, der kommt, Christus selbst, bringt nicht nur Erlösung, sondern auch einen Ort der Ruhe für jedes verwundete, müde Herz. Der Advent lädt uns ein, täglich diesen Schutz zu suchen, durch Gebet, Vertrauen und stille Hingabe unter den Schutzschirm der Herrlichkeit Gottes zu treten. Wenn wir zulassen, dass seine Gegenwart uns bedeckt, verliert die Angst ihren Einfluss und die Hoffnung wird zu unserer Wohnstätte. Denken wir darüber nach: Der Advent ist die Zeit, in der wir lernen, den Herrn als unseren Schutz zu suchen und ihm zu vertrauen, indem wir zulassen, dass seine kommende Gegenwart uns mit Herrlichkeit bedeckt, uns vor den Stürmen des Lebens schützt und unser Warten mit Hoffnung erfüllt.
Don Giorgio
