Der Advent ist eine Zeit der freudigen Erwartung des Kommens von Jesus

Der Advent ist eine Zeit der freudigen Erwartung des Kommens von Jesus

Auch wenn diese Welt sich nicht für die Ankündigung des zweiten Kommens Christi interessiert, können die Gläubigen nicht umhin, sich dafür zu interessieren. Wir sollen wachen und bereit sein. Diese Bereitschaft beinhaltet ein Leben im Zustand der heiligmachenden Gnade und drückt sich in einem lebendigen Glauben aus, der Orientierung bietet und Kraft gibt.
Gerade im Advent sollten wir mehr beten und in treuer Erwartung stehen. Denn wie Benedikt XVI. schreibt: „Advent zu leben bedeutet, als erwachter Mensch zu leben und andere zu erwecken“.
Wir segnen Sie und wünschen Ihnen ein fruchtbares Warten.

Etwas Gutes Aufbauen

Marienschwestern des PoMOC-Vereins für Frauen und Kinder in Kattowitz

Marienschwestern des PoMOC-Vereins für Frauen und Kinder in Kattowitz

Ich möchte die Marienschwestern des PoMOC-Vereins für Frauen und Kinder in Kattowitz als Engel auf Erden bezeichnen. Meine Geschichte, wie ich meinen Weg zu den Schwestern fand, ist nicht einfach… wahrscheinlich wie die eines jeden Mädchens, das sich im Zentrum der Vereinigung wiederfand.

Die Schwestern haben mich zweimal gerettet – das erste Mal, als ich mit meinem 4 Monate alten Sohn aus dem Haus meiner Familie geworfen und vom Sozialamt zu den Schwestern verwiesen wurde. Vorher war ich für drei Tage in einem Heim für alleinerziehende Mütter. Da war es so schrecklich, dass ich wusste, dass es nicht schlimmer werden konnte. An einem frostigen Februartag wurde ich von Schwester Barbara begrüßt, die zum Tor kam, um uns zu holen.

Ich werde es nie vergessen, und selbst wenn ich dies schreibe, wird mir warm ums Herz. Ich habe meinen Sohn gefüttert, ihn gebadet, und die Schwester hat mir unser Zimmer gezeigt. Ich ging hinein und sah die Flip-Flops mit den bunten Kirschen, und ich spürte eine große Erleichterung und einen Frieden, den ich vorher nie empfunden hatte.

Dann habe ich es geschafft, das Geld für die Miete einer Wohnung aufzubringen, und die Geschichte sollte eigentlich mit einem Happy End enden. Aber leider schreibt das Leben sein eigenes Szenario… Der Vater meines Sohnes kam aus dem Gefängnis, die Beziehung war toll – ein oder zwei Jahre lang… Dann wurde ich ein zweites Mal schwanger und das Grauen begann. Von Beschimpfungen über Schläge bis hin zum Verleugnen des Babys, das ich unter meinem Herzen trug, dem Einsperren für 12 Stunden zu Hause. Und das alles in der Zeit meiner Schwangerschaft und einem kleinen Sohn zu Hause. Ich habe es geschafft, die Kraft zu finden, diesen Mann erneut ins Gefängnis zu bringen, weil er mich missbraucht hat.

Und vielleicht hätte es auch hier ein Happy End geben sollen, und doch gab es keines. Ich war zum dritten schwanger, als mich die Depression heimtückisch überfiel (ich weiß jetzt, dass es Depressionen waren, damals wusste ich es nicht). Ich erinnere mich noch lebhaft an den Tag, an dem Schwester Anna mit einem Lebensmittelpaket zu mir kam. Sie erkannte schnell, dass es nicht das war, was mir helfen würde. Dann bin ich zum zweiten Mal in das Zentrum gegangen und habe dort einen wunderbaren Sohn zur Welt gebracht.

Was habe ich gelernt und was habe ich durch meinen Aufenthalt bei den „Engeln” bekommen?

Zunächst einmal eine tolle psychologische Unterstützung – dank dieser bin ich gerade dabei, meine Depression zu bearbeiten. Ich habe einen wunderbaren Sohn zur Welt gebracht – ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich nicht schon während der Schwangerschaft mit der Behandlung meiner Depression begonnen hätte… Ich wäre vielleicht nicht in der Lage gewesen, ihn so sehr zu lieben, wie ich es jetzt tue.

Die Kindererziehung fällt mir leichter – ich habe viel durch die Hilfe von Schwester Karolina und ihren wertvollen Ratschlägen in dieser Sache profitiert.

Aber vor allem – Liebe, Wärme und Verständnis. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich keine Angst, ehrlich und ungehemmt zu weinen, wenn ich nicht mehr konnte.

Ich erinnere mich an die Situation an Weihnachten. Eines der Mädchen aus dem Zentrum sagte: „Hier ist es immer wie zu Hause.”

Leider musste ich antworten, dass es in meinem Fall besser war als zu Hause…

Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem es einem 25-jährigen Mädchen besser geht als zu Hause …

Und ich hatte wirklich das Gefühl, dass dieser Ort mein Platz auf der Erde ist.

 

 

– Karolina

Meine Gedanken über das Alter, wie ich es erlebe

Meine Gedanken über das Alter, wie ich es erlebe

Für mich drückt die Sonnenblume ein Bild für das Altwerden aus. Die schweren Köpfe der Blumen sind voller Früchte. Sie tun nichts mehr. Sie setzen sich einfach der Sonne aus und reifen, bis sie geerntet und für andere zu einer Nahrungsquelle werden. Alle Schönheit ist dahin. So ist es mit mir, mit dem alten Menschen. Ich muss nichts mehr leisten, ich muss mir nicht durch Leistung Anerkennung verschaffen. Ich bin einfach da.

Wenn ich meine jetzige Situation bedenke, wird mein derzeitiges Leben von drei Schwerpunkten bestimmt:

 

Loslassen

                                               Annehmen

                                               und dem Wunsch nach Fruchtbringen.

 

Ich möchte das Loslassen unter das Schriftwort Joh 21,18 stellen: „Amen, amen, das sage ich dir: als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“

 

Ich muss meine Vorstellungen vom Leben loslassen und mich auf das einlassen, was Gott mir zumutet. Er ist gütig und erlaubt es mir in Raten zu tun. Erst die Aktivität, den eigenen Willen, das eigene Ich und dann das Leben loslassen: Das ist ein Prozess, der manchmal schmerzlich ist und bezieht sich auf verschiedene Bereiche.

 

Loslassen der Gesundheit

Ich soll für meine Gesundheit sorgen, aber mit Maß. Wenn ich ständig um meine Gesundheit besorgt bin, werde ich ständig von Ängsten geplagt, dass ich sie verlie-ren könnte.

 

Loslassen von Beziehungen

Im Alter nehmen die Beziehungen ab und ich muss mehr und mehr lernen allein zu sein. Wenn ich einen lieben, vertrauten Menschen durch den Tod oder Umzug verlie-re, ist das schmerzlich und ein langer Prozess des Trauerns wird folgen, der ver-schiedene Phasen durchlebt.

 

Loslassen des Besitzes

Im Tod muss ich alles loslassen und deshalb bin ich gut beraten, wenn ich es jetzt schon einübe, in dem ich mich von Vielem trenne, es verschenke. Dadurch können wieder kleine Beziehungen entstehen.

 

Loslassen von Positionen und Macht

Für mich war es ein tiefer Einschnitt als ich nicht mehr informiert oder gefragt wurde. Durch vermehrte Aktivität übertünche ich diese Verluste, um zu zeigen, dass ich noch alles im Griff habe. Aber je mehr der alte Mensch an seinen Positionen festhält, desto mehr Feinde schafft er sich und es kann zur Rebellion und zur Katastrophe kommen Wenn dieser Prozess durchgestanden wird führt er in die herrliche Freiheit der Kinder Gottes.

 

Das Leben loslassen

Für mich ist der Tod das Ende des Lebens hier auf Erden und zugleich Durchgang und Anfang des Lebens in der Herrlichkeit Gottes.

Das Sterben ist nicht nur das Ende meines Lebens sondern ist schon immer anwe-send in meiner Lebensgeschichte. In jeder Zurückweisung, Enttäuschung, Hilf-losigkeit, Ohnmachtsgefühl, Gebrechlichkeit, Erfahrung von Krankheit erfahre ich Loslassen und Sterben.

Hilfreich ist für mich das Meditieren vom Kreuz und Jesu Passion, wie ER den Tod angenommen hat. So wie der Tod Jesu der Weg in Gottes Herrlichkeit war, so wird auch mein Weg zu Gott nur durch den Tod gehen.

Ich habe bestimmte Vorstellungen vom Sterben für mich, aber es liegt nicht in meiner Hand. Auch das muss ich loslassen und den Tod so annehmen, wie er mir von Gott geschenkt wird.

 

Annehmen

Das Alter kommt von allein. Wenn es gelingen soll, muss ich meine Lebensge-schichte bedingungslos annehmen und mich mit meiner Vergangenheit aus-einandersetzen, d.h. mein Leben mit allen Positiven und Negativen in die Barmherzigkeit Gottes legen und vertrauen, dass Gott es angenommen hat.

Ich muss lernen meine eigenen Grenzen anzunehmen: Hilflosigkeit, Ohnmacht, Schwäche, Müdigkeit, Behinderungen, Einsamkeit, Krankheit, Vergesslichkeit und vieles mehr. Zur Vergesslichkeit fiel mir das Schriftwort ein. „Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.“ Eine Hilfe zum Annahme meiner Grenzen ist mir, das Bewusstsein, dass Gott mich mit seiner heilenden, liebenden Nähe umgibt und trägt und mich im Tod mit seinen liebenden Armen umfängt.

 

Den dritten Punkt, der Wunsch nach Fruchtbringen möchte ich unter das Psalmen-wort 92,13-15 stellen: „Der Gerechte gedeiht wie die Palme, er wächst wie die Zedern des Libanon. Gepflanzt im Hause des Herrn gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes. Sie tragen Frucht noch im Alter und bleiben voll Saft und voll Frische.

Danach müssen zwei Voraussetzungen sein, um im Alter noch Frucht zu bringen: Gerechtigkeit und gepflanzt im Hause des Herrn.

 

Gerecht ist der Mensch, der den Menschen mit ihren Bedürfnissen gerecht wird. Der Gerechte kreist nicht nur um sich selbst, sondern hat auch immer die anderen im Blick.

Frucht bringt, wer verwurzelt ist in Gott. Schön ist es wenn aus meiner Verlang-samung Geduld und Gelassenheit wird. Wenn ich das Warten und das Hören in der Einsamkeit lerne wird die Beziehung zu meinem Gott vertieft.

In meinem Alter muss ich mir nichts mehr beweisen und mich nicht von den Erwar-tungen der Menschen bestimmen lassen und mich nicht mit anderen vergleichen. So erlange ich eine tiefe innere Freiheit.

 

 

Ich erlebe mich im Spannungsfeld von Loslassen und Annahme. Mal geht das eine und mal das Andere besser. Für mich ist das Alter ein Prozess, auf den ich mich immer wieder neu einlassen möchte. Ich bitte Gott, dass er mir ein hörendes, dank-bares Herz schenkt und mich zum Segen für andere werden lässt.

Sr. M. Mathildis

 

 

 

 

Gebet der heiligen Teresa

(1515 – 1582)

 

Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde. Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich, nachdenklich und hilfreich, aber nicht beherrschend  zu sein.

 

Bewahre mich davor, endlos Einzelheiten aufzuzählen, und verleihe mir Schwingen, zum Kern der Sache zu gelangen.

 

Lehre mich Schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu, und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

 

Ich erflehe nicht die Gabe, Krankheitsschilderungen anderer mit Genuss zu lauschen. Aber lehre mich, sie wenigstens geduldig zu ertragen.

 

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

 

Ich wage nicht, um ein besseres Gedächtnis zu bitten – nur um etwas mehr Bescheidenheit und etwas weniger Bestimmtheit, wenn mein Gedächtnis nicht mit dem der anderen übereinstimmt.

 

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Griesgram sein

aber auch keine Heilige, denn mit ihnen lebt es sich schwer.

WAS GOTT AN UNS GETAN HAT!

WAS GOTT AN UNS GETAN HAT!

Es war am 12.06.2017 um 22 Uhr, als ein Lastwagen, der Sand für den Bau unserer Johannes Schneider-English-Medium-Primary-School nach Mwanga transportierte, in einen Unfall verwickelt wurde. Im Lastwagen befanden sich ein Fahrer und ein junger Mann namens Maiko, der plötzlich das Bewusstsein verlor, weil er sich beim Unfall am Kopf verletzt hatte. Nachdem der Bauherr, Herr Sakaya diese Information erhalten hatte, kümmerte er sich um seine Behandlung im KCMC-Moshi-Krankenhaus in Tansania, wo er in einem Spezialbehandlungsraum lag. Er blieb einen ganzen Monat lang im Zustand der Bewusstlosigkeit, eine Situation, die uns und auch Herrn Sakaya Angst machte, besonders auch weil die Arztrechnungen so hoch waren. Wir teilten diese Sorge um Maiko vor allem durch Gebet und kleine finanzielle Spenden. Maiko hat eine Frau, aber sie hatten noch keine Kinder und seine Frau ging auch jeden Tag arbeiten. Als er nicht mehr im Krankenhaus sein konnte, aber in der Nähe des Krankenhauses bleiben sollte, war Herr Sakaya bereit, ihn bei sich aufzunehmen.

ÜBERGROßE ANGST

Es war am Morgen des 24.07.2017, als ich die enttäuschende Nachricht erhielt, dass ich den Patienten abholen und nach Hause zurückbringen sollte, ohne jegliche Erklärung, obwohl er noch immer bewusstlos war. Ich brach in Tränen aus und hatte Angst um den Zustand des Patienten. Ich hatte keine andere Wahl, als mit seiner Frau und seiner Mutter das Krankenhaus zu verlassen und nach Hause zu fahren. Auf dem Weg dorthin schwiegen wir alle, niemand sagte etwas, und die Tränen liefen uns über die Wangen. Zu Hause mussten wir um Hilfe bitten, um ihn aus dem Auto zu holen.

Nachdem ich ihn zurückgebracht hatte, ging ich nach Hause ins Kloster, und die Angst packte mich, und ich wusste nicht einmal, ob ich es meinen Mitschwestern sagen sollte. Am Abend nach dem Essen teilte ich ihnen mit, dass Maiko wieder bei uns ist, die Schwestern waren sehr überrascht und alle hatten Angst, dass Maiko nicht mehr da sein würde, und wenn Maiko stirbt, was werden die Leute dann über uns und diese Schule sagen?

WUNDER! WUNDER! WUNDER!!!!

Nachdem ich mit meinen Mitschwestern gesprochen hatte, kamen wir überein, Sr. M. Dulcissima um Hilfe zu bitten. Wir fingen an, Saft und Spinat zu kochen und in einem Mixer zu zerkleinern, weil der Patient nicht in der Lage war, etwas zu essen, er wurde durch ein Rohr ernährt, also bereiteten wir Saft und Spinat zu und streuten weiche Erde vom Grab von Sr Dulcissima hinein. Wir taten dies drei Tage lang, und am vierten Tag erzählte mir seine Frau, dass sie gesehen hatte, wie er versuchte, einen Finger der Hand zu heben, Das war WIRKLICH eine große Freude für mich, für seine Frau und für meine Mitschwestern, wir alle jubelten und sagten WUNDER !!! SR. M. DULCISSIMA HAT ES GEWIRKT. Es war eine Freude, die uns Tränen in die Augen trieb. Nach diesem denkwürdigen Ereignis setzten wir unsere Novene fort und gewannen wieder Zuversicht. Neun Tage später sagte mir die Frau von Maiko, dass wir ihn ins Krankenhaus bringen müssten. Als wir dort ankamen, waren alle überrascht, Maiko zu sehen, der zwar schaute, aber nicht in der Lage war, seine Hand zu heben. Sie fragten uns, was habt ihr gemacht, Schwestern? Ich antwortete: „Gott ist gut“. So wurden wir gebeten, ihn für eine Woche zur weiteren Behandlung zurückzubringen.Es war sehr mühsam, weil wir um 9 Uhr morgens aufbrechen mussten und er den ganzen Tag ohne Behandlung blieben, aber wir vertrauten, dass die Behandlung erfolgreich sein würde. Jeden Tag ging es Maiko durch die Fürsprache der Dienerin Gottes, Sr. M. Dulcissima besser, und in der nächsten Woche fing er an, sein Bein zu heben, es juckte, er schaute und spürte Schmerzen. GOTT IST WIRKLICH GUT.

EINE GESCHICHTE, DIE NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN WIRD

Wir in der Region Tansania und insbesondere die Schwestern der Gemeinschaft von Mwanga sind absolut sicher, dass Maiko mit Hilfe von Sr. M. Dulcissima wieder gesund geworden ist. Wir beteten so lange um ihre Hilfe, bis Maiko vollständig sprechen konnte, seine Erinnerungen zurückkehrten und er sogar mit Gehübungen beginnen konnte. Das erste, was er sagte, war ein Dank an Gott, an die Marienschwestern und auch an Herrn Sakaya. „Durch diese Schwestern habe ich Heilung erfahren, sie sind jetzt meine Mütter“, sagt Maiko.

Bevor Maiko nach Mwanga kam, war er ein protestantischer Christ (Pfingstkirche), aber als er nach Mwanga kam, waren er und seine Frau Lutheraner. Nach dem Unfall kamen viele Menschen der verschiedenen Konfessionen zu ihm, um für ihn zu beten. Er aber sagte ihnen: „Ich werde jetzt Katholik, egal was ihr tut.” Er sagte mir immer: „Mutter, ich habe mich jetzt entschlossen, katholisch zu werden und bitte dich, mir bei der Taufe und der Heirat zu helfen.“ Zuerst zögerte ich, aber später bat ich die Schwestern, die als Katechetinnen arbeiteten, mit dem Pfarrer zu sprechen, und schließlich begannen er und seine Frau mit dem Katechismus-unterricht. Am 12.09.2019 bekannten er und seine Frau sich zum katholischen Glauben, und am 14.09.2019 um 3 Uhr morgens feierte Maiko die Hochzeit in der Pfarrei Jesus of Mercy in Mwanga. Drei Tage vor der Hochzeit hängten wir ein Foto von Sr. M. Dulcissima in unserer Kirche auf und baten um Gebet und Dank für alles, was Gott durch die Fürsprache seiner Dienerin Sr. M. Dulcissima für uns getan hat. Es war in der Tat ein Tag voller Freude, und alle, die das Ereignis miterlebten, dankten Gott für die Mission der Marienschwestern von der Empfängnis hier in Mwanga.

Ich bin meinen Mitschwestern hier in Mwanga sehr dankbar für ihre Hingabe und Dienste, die sie getan haben, und noch mehr für die Einheit des Gebets im Vertrauen auf die Hilfe der Dienerin Gottes, Sr. Dulcissima. Wir glauben und vertrauen darauf, dass jeder, der auf Dulcissimas Fürsprache hin betet, sehr bald eine Antwort erhält. Als Maiko geheilt wurde, war es, als ob er gestorben wäre und nun, auf die Fürsprache unserer Schwester Dulcissima wieder lebt. Was können wir noch sagen? Zurzeit erleben wir, wie der junge Maiko langsam geht und eine kleine Tochter namens Gabriela hat. Herzlichen Glückwunsch an seine Frau, die sich entschlossen hat, bei ihrem Mann zu bleiben und sich die ganze Zeit um ihn zu kümmern, selbst in der schlimmsten und schwierigsten Situation seiner Krankheit, bis er eine Behandlung fand.

Beten wir weiter auf die Fürsprache der Dienerin Gottes, Sr. M. Dulcissima, damit sie uns in unserer Mission hilft und die Seelen derer rettet, die unsere Hilfe brauchen.

Sr. Anna Mwamlima

Marias Haus

Marias Haus

Marias Haus ist ein Ort, ein Raum, eine Realität, an dem Frauen in ihrem Glauben gestärkt werden, Verbindungen zueinander aufbauen, ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen können. Im Juli dieses Jahres habe ich an einer Sommerfreizeit für Frauen teilgenommen, die von unserer Gemeinde in Nysa organisiert wurde. Frau Dr. Iwona Zielonka, die sich mit ganzem Herzen für die Neuevangelisierung einsetzt, hielt die  Exerzitien zum Thema „Der Auszug aus Ägypten“. Diese Tage waren für mich sehr wichtig, denn ich habe entdeckt, wie sehr es Begegnungen braucht, die es anderen Menschen, vor allem auch Frauen, ermöglichen, ihren Glauben zu stärken und ihre Erfahrungen mit dem lebendigen Gott zu teilen. Ich wusste sofort, dass ein solcher Ort, an dem sich Frauen zum Gespräch und zum Gebet treffen können, in Racibórz geschaffen werden könnte.  Es war ein Impuls Gottes. Das Licht Gottes! Wir arbeiten schon seit Jahren mit den Franziskanerpatres aus der Pfarrei St. Paschalis in Racibórz zusammen, und hier sah ich eine Gelegenheit, unsere Zusammenarbeit zu erweitern und ein Haus Mariens zu eröffnen, in dem sich Frauen begegnen können, um dabei sich selbst in ihrer Beziehung zu Gott zu entdecken und zu verstehen. Gebet, Gesang, Gespräche, Erneuerung, Nähe… Gemeinsam verbrachte Zeit. Eine Zeit, um Gott in uns selbst und in anderen zu verherrlichen. Am Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, dem 7. Oktober, weihte und segnete Pater Eligiusz unsere Begegnungsstätte. Seitdem finden unsere Treffen einmal pro Woche statt. Das Erstaunliche daran ist, dass wir alle spüren, wie sehr wir diesen Ort brauchen. Wir haben auch ein Ausbildungsprojekt mit dem Titel „Heiligkeit im Alltag“ gestartet. Einmal im Monat verbinden wir uns über das Internet mit anderen Frauen und nehmen an Besinnungstagen teil, die von Frau Dr. Iwona Zielonka, der Direktorin für Neuevangelisierung in der Diözese Płock, vorbereitet werden. Das Thema für dieses Jahr sind die Seligpreisungen und das Leben der Seligpreisungen. Es ist der Weg der Frauen Gottes, die ihre Kräfte und Erfahrungen als Töchter, Schwestern, Ehefrauen, Mütter und Großmütter bündeln wollen, um sich im Geist des Evangeliums zu bilden. Sich für Mädchen und Frauen einzusetzen, ist schließlich der Ruf unseres Stifters , der uns jede Frau und ihre Angelegenheiten ans Herz gelegt hat. Das Haus Maria ist auch für die jüngsten Gemeindemitglieder offen. Jeden Samstag treffen wir uns, um Kindern und Jugendlichen die Liebe zu Gott zu vermitteln.

Sr. M. Joanna Marcińska

Erinnerungen an einen Urlaub in Rom

Erinnerungen an einen Urlaub in Rom

Ich bin zum zweiten Mal zum Urlaub in Rom. Jemand könnte fragen: Warum Rom? Gibt es keine anderen Orte zum Ausruhen? Nun, es gibt diese Orte. Aber wir sind es, die wählen, und meine Wahl war genau das. In Rom finde ich immer wieder Altes und Neues.

Die Stadt Rom zeigt das Gesicht eines Reiches und seine Größe, Macht, Majestät und Stärke.  Ein Reich, das unterging und nur in Lehrbüchern und Denkmälern erhalten blieb. Nichts Irdisches ist von Dauer. Nur das Reich Jesu ist ewig, aber es ist nicht von dieser Welt. Das Imperium ist gefallen, aber der Glaube an den Sohn Gottes BESTEHT BIS HEUTE:                                                                Das ist dass andere Gesicht Roms, wo es etwa 1000 Kirchen gibt, in denen jeden Tag auf engstem Raum das Kommen Gottes in der Eucharistie gefeierte wird.

Im Vatikanstaat kann ich meine Zugehörigkeit zur universellen Gemeinschaft der Kirche spüren. Ich gehöre zu den Jüngern und Jüngerinnen Jesu Christi, hier ist mein Platz in der Kirche, wo sich die menschliche Autorität vor der göttlichen Autorität demütigt. Der Papst ist Gott unterstellt und verkündet das Evangelium in seinem Namen. Wir alle sind einander Brüder und Schwestern, und die größere Macht hat derjenige, der dient. Unsere Oberen dienen den Gemeinschaften in Einheit mit der Kirche und die Gemeinschaften unterstützen die Oberen.

Es ist wunderbar, dass sich unser Ordenshaus an einem Ort wie Rom befindet. Ich fühle mich hier immer herzlich willkommen. Die internationale Gemeinschaft inspiriert mich, nach Worten der Kommunikation zu suchen und so meinen Denkhorizont zu erweitern. Meiner Meinung nach ist nicht viel nötig, um eine gute Gemeinschaft zu schaffen:

– zuerst eine Gemeinschaft haben wollen

– mit ihr sein wollen (gemeinsame Momente gestalten)

– in ihr sein wollen (mich ihr mitteilen und mich für die anderen interessieren)

Ich wünsche mir, dass jede von uns Gemeinschaft schaffen und an ihr mitbauen will.

Sr. M. Sylwia Frączek