1. Adventssonntag
Lesungen: Jesaja 2,1–5; Römer 13,11–14
Der erste Adventssonntag führt uns in eine Zeit der Hoffnung, indem er Gottes Traum für die Menschheit offenbart – eine Welt, die durch seinen Frieden verwandelt und durch sein Licht erleuchtet ist. Jesajas Prophezeiung sieht eine Zeit voraus, in der die Nationen die Gewalt aufgeben und Waffen zu Werkzeugen umgestalten, die das Leben fördern: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winzermessern umschmieden.“ Dies ist nicht nur ein politisches Ideal, sondern die Frucht von Herzen, die sich dem Herrn zugewandt haben. Der heilige Paulus sagt uns, wie eine solche Verwandlung beginnt: indem wir „die Werke der Finsternis ablegen“ und „die Waffen des Lichts anlegen“. Der Advent lädt uns ein, aus unserem geistigen Schlaf zu erwachen und zuzulassen, dass das Kommen Christi unsere Wünsche, Entscheidungen und Beziehungen erneuert. Frieden wird nicht durch unsere eigene Kraft erreicht, sondern indem wir zulassen, dass der Herr unsere Herzen neu formt – indem er Zorn in Mitgefühl, Rivalität in Dienstbarkeit und Angst in Vertrauen verwandelt. Zu Beginn dieser heiligen Zeit sind wir aufgerufen, lebendige Zeichen des Friedens zu werden, den Gott verspricht, Zeugen des Lichts, das jede Dunkelheit überwindet. Denken wir darüber nach: Welche „Werke der Finsternis“ muss ich ablegen, damit Christus mein Herz zu einem Werkzeug seines Friedens formen und mich in diesem Advent mit seinem verwandelnden Licht bekleiden kann?
Don Giorgio
