Mittwoch der 19. Woche im Jahreskreis
Heilige Pontianus, Papst, und Hippolyt, Priester, Märtyrer
Erste Lesung: Deuteronomium 34,1-12
Die heutige Lesung führt uns zu einem ergreifenden Moment im Leben Moses, in dem Gott ihm erlaubt, das verheißene Land zu sehen, aber nicht zu betreten. Aus menschlicher Sicht könnte dies wie eine unerfüllte Mission erscheinen, doch aus der Sicht des Glaubens offenbart sich eine tiefere Wahrheit: Gottes Plan ist immer größer als unsere eigenen Erwartungen. Moses‘ ultimative Belohnung war nicht das Land selbst, sondern das unvergleichliche Privileg, den Herrn von Angesicht zu Angesicht zu erkennen. Dies erinnert uns daran, dass der wahre Maßstab für ein gut gelebtes Leben nicht darin besteht, ob wir alles erreichen, was wir uns vorgenommen haben, sondern ob wir auf unserem Weg eng mit Gott gegangen sind. Manchmal entfalten sich Gottes Absichten über unser Leben hinaus, und unsere Aufgabe ist es, darauf zu vertrauen, dass unser Teil in seinem Plan erfüllt ist, wenn wir ihm treu gefolgt sind. Der Friede und die Freude, in seiner Gegenwart zu sein, übertreffen bei weitem alle irdischen Errungenschaften, die wir uns jemals hätten wünschen können. Denken wir darüber nach: Bin ich bereit, meine eigenen Pläne loszulassen und mich damit zufrieden zu geben, einfach eng mit Gott zu wandeln, im Vertrauen darauf, dass sein Plan besser ist als meiner?
Don Giorgio