Vor dem Thron Marias
Am Sonntag, den 21. November, fand die diesjährige Wallfahrt der Marienschwestern zu „Unserer Lieben Frau, Hüterin des Glaubens” in Bardo statt.
Die Tradition dieser Pilgerfahrt geht auf die Anfänge der Kongregation zurück. Zu der Zeit, als sich die junge, kleine Gemeinschaft zu bilden begann, kam im Zusammenhang mit dem Kulturkampf ein Regierungserlass über die Aufhebung der religiösen Orden heraus. Die Schwestern erkannten, dass dies eine schwierige Situation war, und unternahmen eine Wallfahrt zur Muttergottes, um um das Wunder der Rettung zu bitten. Nach mehreren Tagen intensiven Gebets kehrten sie nach Hause zurück und erhielten gleichzeitig den staatlichen Bescheid, dass sie bleiben dürfen und nicht säkularisiert werden. Nach diesem Ereignis versprachen die Schwestern, jedes Jahr vor den Thron Mariens zu pilgern, um für die Rettung der Kongregation zu danken. Dies ist nun eine Gelegenheit für uns, für alle Gnaden zu danken, die die Kongregation im Laufer ihrer Geschichte erhalten hat, und für die Gnaden, die jede Schwester erhält.
Trotz der sich wieder stärker ausbreitenden Pandemie kamen die Schwestern in großer Zahl in das Heiligtum Marias, der Hüterin des Glaubens in Bardo. Während der feierlichen Heiligen Messe und beim Rosenkranzgebet dankten sie für den Schutz Marias und baten um einen starken Glauben für die Zukunft. Aus hygienischen Gründen durften wir die Marienstatue nicht küssen, aber der Pfarrer stellte sie vor den Altar, damit wir Maria durch Gebete und Gesten des Vertrauen und Dankes ehren konnten. Nach langer Zeit konnten wir wieder zusammen sein, und Maria war unter uns und mit uns.
SMI
In front of Mary’s throne
On Sunday, November 21, another pilgrimage of the Sisters of Mary Immaculate took place to Our Lady, the Keeper of Faith in Bardo. The tradition of this pilgrimage goes back to the beginnings of the Congregation. At a time when a young, small community began to form, a government decree to liquidate orders (Kulturkampf) was issued. The sisters realized that this was a hopeless situation, so they made the effort to make a pilgrimage to Our Lady to ask for a miracle of salvation. After several days of intense prayer, they returned to the monastery and at the same time received a state decision that they could stay in the monastery and not be secularized. After this event, the sisters made a promise that each year they would go on pilgrimage to the throne of Mary to give thanks for saving the Congregation. It is now an opportunity for us to thank for all the favors the Congregation has received in its history and for the favors that each sister receives. Despite the still developing pandemic, the sisters came in large numbers to the Sanctuary of Mary, Keeper of the Faith in Bardo. During the solemn Mass and in praying the rosary they thanked for the protection of Mary and asked for strong faith for the future. Sanitary restrictions did not allow kissing the statue of the Mother of God, but the Priest presented it in front of the altar so that we could worship before Mary through prayer and gestures of respect. After a long time, we could be together again and Mary was among us and with us. SMI
Przed tronem Maryi
W niedzielę, 21 listopada, odbyła się kolejna pielgrzymka sióstr Maryi Niepokalanej do Matki Bożej Strażniczki Wiary w Bardzie. Tradycja tego pielgrzymowania sięga początków Zgromadzenia. W czasie, gdy młoda, mała wspólnota zaczęła się formować, wyszło zarządzenie rządowe o likwidacji zakonów (Kulturkampf). Siostry zdawały sobie sprawę, że jest to sytuacja beznadziejna, dlatego podjęły trud pielgrzymowania do Matki Bożej, by prosić o cud ocalenia. Po kilkudniowej, intensywnej modlitwie, powróciły do klasztoru i w tym samym czasie otrzymały decyzję państwową, że mogą pozostać w klasztorze i nie będą sekularyzowane. Po tym wydarzeniu, siostry złożyły obietnicę, że każdego roku będą pielgrzymować przed tron Maryi, by dziękować za ocalenie Zgromadzenia. Jest to teraz dla nas okazja do dziękowania za wszystkie łaski, jakie otrzymało Zgromadzenie w swojej historii i za łaski, które otrzymuje każda siostra. Pomimo nadal rozwijającej się pandemii, siostry licznie przybyły do Sanktuarium Maryi Strażniczki Wiary w Bardzie. Podczas uroczystej Mszy św. i w modlitwie różańcowej dziękowały za opiekę Maryi i prosiły o silną wiarę na przyszłość. Obostrzenia sanitarne nie pozwalały ucałować figury Matki Bożej, jednak Ksiądz Proboszcz wystawił ją przed ołtarz, byśmy mogły oddać Maryi cześć przez modlitwę i gesty szacunku. Po długim czasie mogłyśmy znowu być razem a Maryja była wśród nas i z nami. SMI
Schöne Sprache
Ich möchte meine Reiseerfahrungen während der Pandemiezeit mit Ihnen teilen!
Von der großen Krise Covid-19 ist alles und jeder in der Welt betroffen; in der Gesellschaft, Wirtschaft und auch in der Religion haben sich die Formen der Andacht und Anbetung Gottes völlig verändert. Mitten in dieser schweren Zeit bekam ich die Chance, für Angelegenheiten der Gemeinschaft, aber auch für einen Urlaub nach Europa zu reisen. Ungewollt musste ich durch drei Länder reisen, da sich mein Visum für Italien aufgrund der neuen Reisebestimmungen verzögerte.
Ich startete meine Reise von Tansania aus am 15. Oktober 2021 und kam zuerst in Polen, dann in Berlin und zuletzt in Rom/Italien an.
Ich kann bestätigen, dass Sprache, Verbundenheit und Liebe die Werte sind, die zu einer guten Kommunikation mit den Schwestern beitrugen, die ich in Europa getroffen habe. Es war sehr lustig und interessant, den ich kannte weder die polnische noch die deutsche Sprache, aber als ich dort war, habe ich den Unterschied zwischen den Ländern nicht gespürt, es war, als wäre ich in Tansania. Ich habe mich mit den Schwestern durch Gesten verständigt, vor allem, wenn niemand in der Nähe war, der übersetzen konnte, und wir haben uns gut verstanden und waren miteinander sehr glücklich.
Die Schwestern stellten mir viele verschiedene Fragen zu unserer Region und zum Leben in Tansania im Allgemeinen. Ich habe versucht, alles zu beantworten und zu erklären, was sie über das Leben unserer Kongregation in unserer Region wissen wollten, und sie waren sehr zufrieden. Eine Sache war so erstaunlich für mich, dass ich zum Beispiel mit Sr. Luka auf Deutsch kommunizierte, indem ich Google translate in meinem Telefon benutzte, um meine Dankesbotschaft an die Schwestern weiterzugeben. Nach dem Senden wurde die Nachricht gelesen und das Feedback war gut. Im Allgemeinen habe ich meine Zeit in Europa genossen und viele Dinge von meinen Mitschwestern in Polen, Deutschland und Rom gelernt.
Für mich kann ich sagen, dass jeder Tag ein Tag des Lernens und Wachsens ist. Liebe und Einheit gehören zusammen und geben viel Kraft, denn durch sie sind wir immer miteinander verbunden, unabhängig von unseren Traditionen, unserer Sprache und unserer Hautfarbe.
Sr. M. Agnes Mwanajimba
Region – Tansania
