Piękny język
Chciałabym podzielić się moimi doświadczeniami z podróży podczas sezonu epidemicznego! Po tym ogromnym kryzysie Covid-19 wszystko na świecie zostało dotknięte; społecznie, ekonomicznie i religijnie całkowicie zmieniło się w kwestii oddawania czci Bogu. Tak więc w środku tego ciężkiego czasu, otrzymałam szansę podróżowania do Europy w sprawach Zgromadzenia, a także na wakacje. Niespodziewanie podróżowałam w trzech krajach jednocześnie z powodu problemu z moją wizą do Włoch, która opóźniła się z powodu decyzji urzędowych. Swoją podróż z Tanzanii rozpoczęłam 15 października 2021 roku i najpierw dotarłam do Polski, potem do Berlina, a na koniec do Rzymu/Włoch. Mogę przyznać, że język, jedność i miłość są wartościami, które przyczyniły się do dobrej komunikacji z Siostrami, które spotkałam w Europie, było to bardzo zabawne i interesujące, nie znałam języka polskiego ani niemieckiego, ale kiedy tam byłam, nie czułam różnicy krajów, to było tak, jakbym była w Tanzanii. Porozumiewałam się z Siostrami za pomocą gestów, zwłaszcza gdy w pobliżu nie było nikogo, kto mógłby przetłumaczyć i rozumiałyśmy się dobrze i obie byłyśmy bardzo szczęśliwe. Siostry były tak zainteresowane, że zadawały mi wiele różnych pytań dotyczących naszego Regionu i ogólnie życia w Tanzanii. Starałam się odpowiadać i wyjaśniać wszystkie rzeczy, które chciały wiedzieć o życiu naszego Zgromadzenia w naszym Regionie i były bardzo szczęśliwe. Jedna rzecz była dla mnie niesamowita: na przykład komunikowałam się z Siostrą Luką po niemiecku używając tłumacza Google w moim telefonie, aby przekazać Siostrom moją wiadomość z podziękowaniem, a następnie po wysłaniu wiadomość została przeczytana i informacja zwrotna była dobra. Ogólnie rzecz biorąc, cieszyłam się moim czasem w Europie ucząc się wielu rzeczy od moich współsióstr w Polsce, w Niemczech i w Rzymie. Dla mnie mogę powiedzieć, że każdy dzień jest dniem uczenia się i wzrastania. Miłość i jedność idą razem i mają wielką moc, ponieważ przez nie zawsze jesteśmy połączone razem, niezależnie od naszych tradycji, języka i koloru skóry. S.M. Agnes Mwanajimba Region - Tanzania
Geschenkte Einheit
Erinnerungen an die deutsche Geschichte
Erinnern Sie sich noch? Die Besetzungen der deutschen Botschaften in Prag und Warschau 1989, die Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Ungarn, die Montagsdemos in Leipzig und an anderen Orten, die erste Maueröffnung am 9. November 1989 und schließlich der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990. Es waren damals ereignisreiche und bewegte Wochen, die wir alle mit Spannung erlebt haben. Und viele Gefühle haben uns dabei begleitet: Sorge und große Angst, aber auch Hoffnung und Freude. Und als dann schließlich der Einigungsvertrag unterzeichnet war, haben nicht wenige auch die Hände gefaltet und Gott gedankt. Die deutsche Einheit war nicht nur ein Werk von Menschen, sondern wurde auch als Geschenk empfunden, als Geschenk von oben, von Gott.
Es gibt zwei Extrempositionen, die man mit diesem Thema „geschenkte Einheit“ verbinden könnte, und die ich hier kurz andeuten möchte.
Hände in den Schoß legen
Man könnte zum einen meinen: Wenn die Einheit ein Geschenk ist, dann kann und brauche ich auch nichts zu machen. Dann kann ich meine Hände in den Schoß legen und abwarten, bis die Einheit von Gott kommt. Vor dieser Annahme möchte ich warnen. Ich bin sicher, dass die deutsche Einheit niemals zustande gekommen wäre ohne das Bemühen vieler auf beiden Seiten: Politiker, Wissenschaftler, Vertreter der Kirchen, Künstler und vieler einfacher Bürger.
Ferner denke ich dabei nicht nur an die deutsche Einheit. Auch die Christen sind getrennt in verschiedene Konfessionen. Und ich bin dankbar und froh, dass viele Christen nicht die Hände in den Schoß legen und warten, bis Gott etwas bewirkt, sondern dass sie mitwirken und aufeinander zugehen, auch wenn sie wissen, dass die Einheit letztlich ein Geschenk ist.
Verordnete oder erzwungene Einheit
Einheit kann man nicht machen und schon gar nicht anordnen. Das zeigt die jüngere Geschichte mehrerer europäischer Staaten. Die Sowjetunion ist in der Zeit von Glasnost und Peristroika schnell auseinandergefallen. Im ehemaligen Jugoslawien haben die 7 Republiken nach dem Tod Titos sofort ihre Unabhängigkeit erklärt. Und auch in so Ländern wie Großbritannien oder Spanien steht so manches Mal die Einheit auf dem Spiel. Eine verordnete oder gar erzwungene Einheit hat selten Bestand.
Die Wirklichkeit liegt also in der Mitte. Einheit ist ein Geschenk, aber ich kann viel dazu beitragen, dass dieses Geschenk auch Wirklichkeit werden und bleiben kann.
Wertschätzung als Nährboden der Einheit
Einheit braucht einen anderen Nährboden, damit sie wachsen kann. Dieser Nährboden ist die gegenseitige Wertschätzung. Auch dafür gibt es wunderbare Beispiele. Papst Paul VI. hat sich 1964 mit dem Patriarchen Athenagoras getroffen und so einen wichtigen Schritt der Annährung der orthodoxen und der katholischen Kirche getan. Und Willy Brand hat mit seinem Besuch in Warschau im Jahr 1970 sicher auch einen Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit gesetzt. Mit solchen Aktivitäten kann man die Einheit natürlich nicht machen. Mit Sicherheit aber kann man Voraussetzungen schaffen, auf denen die Einheit dann wachsen kann. Sich beschenken lassen und etwas dafür tun schließen sich nicht aus.
Verzicht und Entgegenkommen
Die gegenseitige Wertschätzung, die ich dem anderen entgegenbringe, ist sicher ein großartiges Geschenk, das viel zur Einheit beiträgt. Doch es gibt noch andere Geschenke, die mit Geben erst einmal nicht viel zu tun haben.
Schon als Kind habe ich erfahren, dass ich in der Familie auch auf manches verzichten und Kompromisse schließen musste. Das habe ich bei meinen Eltern erlebt, dann bei meinen Geschwistern und auch bei mir. Sicher war dieser Verzicht am Anfang nicht freiwillig, sondern eher erzwungenermaßen. Aber später durfte ich erleben, dass dieses Entgegenkommen und Verzichten auch dazu beigetragen hat, dass wir als Familie zusammengewachsen sind und heute noch in gutem Kontakt zueinander stehen.
Einen ganz aktuellen Stellenwert bekommen Entgegenkommen und Verzicht beim Zusammenwachsen unserer Pfarreien. Hier ist häufig ein Verzicht notwendig, z.B. bei der Wahl einer Kirche zur Pfarrkirche oder beim Neuverteilen finanzieller Ressourcen. Wenn da nur ängstlich geschaut wird, dass ich ja nicht zu kurz komme, kann Einheit niemals wachsen. Erst wenn mir gemeinsame Ganze wichtiger wird als die eigenen Interessen, kann die eine Pfarrei entstehen.
Dankbarkeit: die Einheit bewahren
Einen geschenkten Blumenstrauß stellt man ins Wasser, um die Blumen lange frisch zu halten. Mit einem geschenkten Fahrrad gehe ich sorgsam aus, um lange damit fahren zu können. Geschenke wollen gepflegt werden. Das ist sicher die schönste Form, um Geschenke wert zu schätzen und dem Geber der Geschenke zu danken. Das gilt für die deutsche Einheit, die uns vor 30 Jahren geschenkt wurde. Das gilt auch für die Einheit der Christen, um die wir uns weiterhin mühen. Und das gilt sicher auch für die Einheit in einem Konvent, einer Ordensgemeinschaft, einem Presbyterium, einer Gemeinde.
Prälat Dr. Stefan Dybowski
07.10.2021 Monatsvortrag Kloster St. Augustinus, Berlin-Lankwitz
Gift unity
Memories of German history Do you remember? The occupations of the German embassies in Prague and Warsaw in 1989, the opening of the border between Austria and Hungary, the Monday demonstrations in Leipzig and other places, the first opening of the Wall on November 9, 1989 and finally the Day of German Unity on October 3, 1990. Back then, they were eventful and eventful weeks that we all experienced with excitement. And many feelings accompanied us: worry and great fear, but also hope and joy. And when the unification treaty was finally signed, quite a few also folded their hands and thanked God. German unity was not just the work of people, it was also felt as a gift, a gift from above, from God. There are two extreme positions that could be associated with this topic of "gift unity", and which I would like to briefly suggest here. Put your hands in your lap On the one hand, one might think: if unity is a gift, then I cannot and do not need to do anything. Then I can put my hands in my lap and wait for unity to come from God. I would like to warn against this assumption. I am sure that German unity would never have come about without the efforts of many on both sides: politicians, scientists, representatives of the churches, artists and many ordinary citizens. Furthermore, I am not only thinking of German unity. Christians are also divided into different denominations. And I am grateful and happy that many Christians do not put their hands in their laps and wait for God to make a difference, but rather that they cooperate and approach one another, even if they know that unity is ultimately a gift. Ordered or forced unity Unity cannot be made, let alone order. This is shown by the recent history of several European countries. The Soviet Union quickly fell apart during the time of glasnost and peristroika. In the former Yugoslavia, the 7 republics immediately declared their independence after Tito's death. And even in countries like Great Britain or Spain, unity is sometimes at stake. A prescribed or even enforced unit seldom lasts. So reality lies in the middle. Unity is a gift, but I can do a lot to ensure that this gift can become and remain a reality. Appreciation as a breeding ground for unity Unity needs another breeding ground for it to grow. This breeding ground is mutual respect. There are wonderful examples of this as well. Pope Paul VI met the Patriarch Athenagoras in 1964 and thus took an important step towards bringing the Orthodox and Catholic Churches closer together. And with his visit to Warsaw in 1970, Willy Brand certainly also set a milestone on the way to German unity. Of course, you cannot do the unity with such activities. With certainty, however, one can create the conditions on which the unity can then grow. Receiving gifts and doing something for them are not mutually exclusive. Resignation and accommodating The mutual appreciation that I show for the other is certainly a great gift that contributes a lot to unity. But there are other gifts that don't have much to do with giving at first. Even as a child I learned that I had to forego some things in the family and make compromises. I experienced that with my parents, then with my siblings and also with me. In the beginning, this waiver was certainly not voluntary, but rather forced. But later I was able to experience that this kindness and renunciation also contributed to the fact that we grew together as a family and that we are still in good contact with one another today. Compromise and renunciation as our parishes grow together are of very topical importance. Here, a waiver is often necessary, e.g. when choosing a church as a parish church or when redistributing financial resources. If there is only anxiety that I don't miss out, unity can never grow. Only when the common whole becomes more important to me than my own interests can a parish arise. Gratitude: maintaining unity You put a bouquet of flowers in the water to keep the flowers fresh for a long time. I go out carefully with a given bike so that I can ride it for a long time. Gifts want to be cared for. This is certainly the most beautiful way of appreciating gifts and thanking the giver of the gifts. That applies to the German unity that was given to us 30 years ago. This also applies to the unity of Christians, which we continue to strive for. And that certainly also applies to the unity in a convent, a religious community, a presbytery, a congregation. Prelate Dr. Stefan Dybowski 7th, October 2021 monthly lecture St. Augustinus Monastery, Berlin-Lankwitz
