Sonntag, 11. Juni

Sonntag, 11. Juni

10. Sonntag der ordentlichen Zeit
Erste Lesung – Hosea 6,3-6
“Lasst uns den Herrn kennen lernen”. Das ist sehr schön. Der Prophet Hosea fordert uns auf, eine Grundlage für unser Leben zu schaffen. Wir müssen uns vorbereiten mit der Bereitschaft, den Herrn zu erkennen. Eine Bereitschaft, durch die wir wissen können, wer der Herr ist. Diese Bereitschaft ist nicht aus irgendeinem anderen Motiv oder selbstsüchtigen Interesse, sondern um zu wissen, wer der Herr ist. Der Herr wird kommen wie die Morgenröte. Er wird aufgehen wie das Licht. Und wir sollten darauf vorbereitet sein, ihn willkommen zu heißen. Mehr als das, um ihn zu kennen. Wir brauchen eine wirkliche Öffnung unserer Herzen, um ihn zu kennen. Es genügt nicht, dass unsere Liebe wie eine Morgenwolke ist, die wieder verschwindet. Und der Prophet spricht genau davon, wie wir die Bereitschaft haben müssen, den Herrn zu kennen. “Was ich will, ist Liebe, nicht Opfer; Gotteserkenntnis, nicht Holocausts”. Es sind nicht die Opfer ohne Liebe, die gebraucht werden, sondern es ist die Liebe, die gebraucht wird. Wenn der Herr sagt: “Was ich will, ist Gotteserkenntnis, nicht Holocausts”, dann sollen wir uns daran erinnern, dass die Erkenntnis Gottes größer ist als Holocausts. Lasst uns nachdenken: Sind meine Opfer frei von selbstloser Liebe?

Samstag, 10. Juni

Samstag, 10. Juni

Samstag der 9. Woche der Ordentlichen Zeit
Erste Lesung – Tobit 12:1,5-15,20
Dies ist ein schöner Abschnitt, in dem die Bedeutung des Lobpreises Gottes und der guten Taten sehr schön zum Ausdruck kommt. Gott zu danken und den Bedürftigen zu helfen, ist gleichermaßen wichtig. Der Glaube an Gott muss gleichermaßen in Worten und in Taten zum Ausdruck kommen. Was den Dank an Gott betrifft, so lesen wir: “Verkündet vor allen Menschen die Taten Gottes, wie sie es verdienen, und werdet nicht müde, ihm zu danken”, und weiter: “Dankt ihm würdig. Tut, was gut ist”. Wir müssen Gott in würdiger Weise danken und dürfen nicht müde werden, ihm zu danken. Was ist die würdige Art, Gott zu danken? Indem man das tut, was gut ist. Die Komplementarität von Gebet und guten Werken wird in dieser Lesung deutlich. “Ihr müsst also wissen, dass ich es war, der eure Bitten vor der Herrlichkeit des Herrn vorgetragen und vorgelesen hat, als ihr mit Sara gebetet habt, und auch, als ihr die Toten begraben habt”. Wir müssen unsere Gebete mit unseren guten Taten, unseren Dank an Gott mit dem Geben von Almosen und unseren Lobpreis Gottes mit der Hilfe für die Bedürftigen ergänzen. Lassen Sie uns darüber nachdenken: Ergänze ich meine Gebete durch gute Taten?

Freitag, 9. Juni

Freitag, 9. Juni

Freitag der 9. Woche der ordentlichen Zeit
Heiliger Ephraem, Diakon
Erste Lesung – Tobit 11,5-17
In dieser Episode aus dem Leben von Tobit und Tobias können wir sehen, dass der Sinn des Lebens. Das Leben ist für zwei Dinge da. Um den Herrn zu loben und um die anderen in deinem Leben zu segnen. Den Herrn zu loben, weil Gott alles im Leben zum Guten ordnet. Wir mögen Schwierigkeiten in unserem Leben haben. Wir mögen Krisen in unserem Leben haben, aber wenn wir uns an den Herrn halten und ihn loben, verschwinden die Krisen. Wenn wir auf den Herrn vertrauen, werden wir sehen, dass die Nacht verschwindet und das Licht kommt. Deshalb müssen wir den Herrn immer loben. Die zweite Sache, die wir tun müssen, ist, andere zu segnen. Wenn wir andere segnen, werden wir zu Werkzeugen Gottes. Denn Gott ist die Quelle allen Segens in unserem Leben. Wenn wir also jemanden segnen, werden wir zum Kanal für seine Liebe und Gnade. Lassen Sie uns darüber nachdenken: Lobe ich Gott und segne ich andere genug?

Donnerstag, 8. Juni

Donnerstag, 8. Juni

Corpus Christi – Hochfest
Erste Lesung – Deuteronomium 8:2-3,14-16
Die Ansprache des Mose an das Volk Gottes ist genau die ganze Heilsgeschichte. Gott will bei seinem Volk sein. Gott befreit uns. Gott ernährt uns. Gott führt uns. Gott will auch, dass wir demütig genug sind, um unsere Beziehung zu ihm aufzubauen. Wenn Gott uns speist, ist das ein Zeichen. Es ist ein Symbol. Es zeigt, wie sehr wir von ihm abhängig sind. Es zeigt, was in unserem Leben wichtig ist. Es zeigt, wie wir in unserem Leben Entscheidungen treffen sollten. Unser Leben ist ein Leben in Abhängigkeit von Gott. Abhängig nicht im Sinne von Unterordnung, sondern im Sinne einer Beziehung. Gott will uns seine Liebe zeigen und wir müssen diese Liebe mit offenem Herzen annehmen. Das bedeutet in Demut. Nur der Stolz des Herzens verschließt unser Herz vor Gott. Unser Herz soll offen sein für Gott. Die Liebe Gottes kommt vom Himmel als das Manna, das Brot, das man essen kann. Die Liebe Gottes, die in uns verschwinden will, damit wir leben können, damit wir handeln können, damit wir überleben können. Es ist die Demut, die es Gott erlaubt, so zu handeln. Lasst uns darüber nachdenken: Bin ich demütig genug, um das Geschenk der Liebe Gottes anzunehmen, das in Form von Brot zu uns kommt?

Mittwoch, 7. Juni

Mittwoch, 7. Juni

Mittwoch der 9. Woche der gewöhnlichen Zeit
Erste Lesung – Tobit 3:1-11,16-17
In dieser Lesung sehen wir, dass der Glaube nicht etwas Subjektives ist, das wie eine Idee im Kopf eines Menschen ist. Der Glaube ist eine Beziehung zu Gott. Mit Gott, der mit uns interagiert. Es ist eine Beziehung zwischen Gott, der mit uns interagieren will, und uns, die wir diese Interaktion brauchen. Unsere Lebenserfahrungen bringen uns dazu, unsere eigenen Schlussfolgerungen und Entscheidungen zu treffen. Aber wenn bei diesen Schlussfolgerungen und Entscheidungen die Beziehung zu Gott fehlt, dann wird es schlecht sein. Wenn aber in diesen Schlussfolgerungen und Entscheidungen Platz für die Beziehung zu Gott ist, können wir Raphael in den Episoden unseres Lebens erkennen. Lassen Sie uns darüber nachdenken: Lässt sich meine Beziehung zu Gott in allen Episoden meines Lebens nachweisen?

Dienstag, 6. Juni

Dienstag, 6. Juni

Dienstag der 9. Woche der ordentlichen Zeit
Heiliger Norbert, Bischof
Erste Lesung – Tobit 2,9-14
Tobit ist mit zwei Herausforderungen konfrontiert. Die erste besteht darin, übereifrig gerecht zu sein, bis hin zum Zweifel an anderen. Die zweite besteht darin, die Frage nach dem Unglück in seinem Leben im Verhältnis zu seinen guten Taten zu beantworten. Übereifer, der so weit geht, dass man an anderen zweifelt, ist eine Zumutung für andere. Seien Sie eifrig dabei, anderen zu vertrauen und nicht an ihnen zu zweifeln. Die Frage des Unglücks in seinem Leben ist von den guten Werken zu unterscheiden. Das Unglück kommt vor, aber wir dürfen es nicht mit den guten Werken in Verbindung bringen. Unglücksfälle haben natürliche Ursachen. Gute Werke sind von der Gnade inspiriert. Gute Werke sind Ausdruck unseres guten Herzens. Lasst uns nachdenken: Bin ich in der Lage, die guten Werke von den Unglücken in meinem Leben zu trennen?